Firma ist pleite: Elektroinstallateur muss um sein Gehalt kämpfen
Nachdem sich ein niederösterreichischer Elektroinstallateur krank gemeldet hatte, stellte sein Arbeitgeber die Zahlungen ein. Der Mitarbeiter hätte das Dienstverhältnis selbst beendet, meinte der Chef.
Das Oktober-Gehalt blieb bei einem Elektroinstallateur aus Niederösterreich aus, auch die Überstunden blieben offen, heißt es nun seitens der Arbeiterkammer (AK). Und das nur weil er sich, wie es vorgesehen ist, krank meldete und sein Chef kurz darauf meinte, der Mitarbeiter hätte das Dienstverhältnis von sich aus vorzeitig beendet.
„Es ist wichtig schon früh mit der Arbeiterkammer in Kontakt zu treten…“
Daher ging der Elektroinstallateur zu den AK-Experten und ließ sich von ihnen helfen. Diese intervenierten beim Unternehmen, das allerdings zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet hatte. Man brachte die Ansprüche also beim Insolvenzentgeltfonds ein und konnte dem Niederösterreicher so schließlich mehr als 7.000 Euro sichern. „Es ist wichtig, schon früh mit der Arbeiterkammer Niederösterreich in Kontakt zu treten, um den Verfall von Überstunden zu vermeiden“, meint Bezirksstellenleiter Robert Taibl außerdem. Im vorliegenden Fall ist nämlich genau das geschehen, einige Überstunden waren bereits verfallen.