Kurios: Känguru hoppelt vor Klinik herum
"Nachtdienste schreiben manchmal die besten Geschichten" - und genau so eine erlebte das Rote Kreuz Waidhofen. Vor dem Spital sorgte ein unerwarteter Gast für Aufsehen: Ein Känguru hüpfte völlig entspannt im Eingangsbereich umher.
Gegen halb fünf Uhr früh wurde das Rettungsteam des Roten Kreuz Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich) erstmals auf die ungewöhnliche Szene aufmerksam. Ein Lkw-Fahrer, der mit Warnblinkanlage stehen blieb, machte die Sanitäter auf das Tier aufmerksam. Für Rettungssanitäter Niklas Tiefenböck war schnell klar, dass hier etwas nicht alltäglich passiert. „Dann hat er auf das Tier hingedeutet, das Känguru. Und da waren wir uns schon sicher, dass das kein Tier ist, das normalerweise hier herumhüpft“, schilderte er den Moment. Kurze Zeit später stand fest: Es handelte sich tatsächlich um ein Wallaby, das sich offenbar selbstständig auf Erkundungstour begeben hatte und direkt vor dem Krankenhaus gelandet war.
Aus „ruhiger Nachtschicht“ wurde kurioser Einsatz
Auch das Rote Kreuz selbst kommentierte den ungewöhnlichen Einsatz mit einer Portion Humor: „Nachtdienste schreiben manchmal die besten Geschichten.“ Weiter heißt es in einem Social Media Posting ironisch: „’Ruhige Nachtschicht‘, haben sie gesagt …“ Die drei ehrenamtlichen Mitarbeiter Niklas Tiefenböck, Manuel Menk und Daniel Salzer waren eigentlich auf einen völlig normalen Dienst eingestellt, bis das Känguru plötzlich vor ihnen stand. Und mit einem Augenzwinkern ergänzte das Team: „There are no kangaroos in Austria, eigentlich.“ Doch genau diese Nacht zeigte einmal mehr, dass sich die Realität in Waidhofen nicht immer an geografische Regeln hält.
Kein Fall für den Rettungsdienst, aber für den Tierpark
Für medizinische Hilfe bestand glücklicherweise kein Anlass. Das Tier wirkte ruhig, gesund und bewegte sich gelassen im Bereich vor dem Krankenhaus. Da das Team wenig später zu einem echten Einsatz ausrücken musste, wurde die Sichtung an die Leitstelle weitergegeben. Von dort aus wurden die zuständigen Stellen informiert, die schließlich den örtlichen Tierpark einschalteten. Dessen Mitarbeiter konnten das entlaufene Wallaby rasch und sicher einfangen. Ganz neu war die tierische Überraschung allerdings nicht. Bereits im Dezember 2023 hatte ein Känguru aus demselben Tierpark für Aufsehen gesorgt, als es in Bahnhofsnähe gesichtet wurde. Laut Polizei dürfte es sich dabei um einen „Wiederholungstäter“ handeln, der bereits mehrmals ausgebüxt ist.