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/ ©Montage: Canva
Bild auf 5min.at zeigt eine Polizistin in einem Gefängnis.
Am 8. Juni wird es in acht niederösterreichischen Gefängnissen Versammlungen geben, um gegen die aktuellen Zustände zu protestieren.

„Dramatische Situation“: Mitarbeiter protestieren gegen Zustände in Gefängnissen

Gefängnisbedienstete in Niederösterreich schlagen Alarm: Sie fordern rasche Maßnahmen gegen die zunehmende Überlastung im Strafvollzug.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
1 Minute Lesezeit(227 Wörter)
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Die Bediensteten in den niederösterreichischen Justizanstalten sehen die Belastungsgrenze erreicht. Am 8. Juni sollen deshalb in acht der neun Gefängnisse des Bundeslandes sowie im Forensisch-Therapeutischen Zentrum (FTZ) Göllersdorf Dienststellenversammlungen stattfinden. In der Justizanstalt Stein ist eine Versammlung an einem anderen Termin geplant.

Massive Probleme im Strafvollzug

Hintergrund sind laut den Mitarbeitern massive Probleme im Strafvollzug. Die Justizwachegewerkschaft spricht von einer „zunehmend dramatischen Situation in den Anstalten“. Konkret wird vor allem akuter Personalmangel, ständig steigende Anforderungen und eine Überlastung des Personals beklagt. Nach Angaben der Gewerkschaft sorgen zahlreiche Überstunden, offene Stellen und fehlende Nachbesetzungen seit Monaten für eine angespannte Situation. Gleichzeitig steigt der Druck durch die hohe Zahl an Insassen. Doch das ist noch nicht alles: „Besonders alarmierend ist auch die unzureichende psychiatrische und medizinische Betreuung der Insassinnen und Insassen, wodurch sowohl die Sicherheit als auch ein geordneter Dienstbetrieb zunehmend gefährdet werden“, so die Gewerkschaft.

Rasche Maßnahmen gefordert

Mit den Dienststellenversammlungen wollen die Mitarbeiter ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Sie verlangen rasche und langfristige Maßnahmen gegen den Personalmangel sowie eine bessere medizinische und psychiatrische Betreuung der Insassen. „Die Bediensteten betonen, dass es sowohl um den Schutz der Beamtinnen und Beamten geht als auch um die Aufrechterhaltung eines gesetzeskonform funktionierenden und sicheren Strafvollzugs in Niederösterreich“, so die Justizwachegewerkschaft Niederösterreich abschließend.

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