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/ ©Montage: Canva
auf dem bild von 5min.at sieht man kühe und einen richter.
EU-weit werden jährlich rund drei Millionen Tiere per Schiff exportiert. Laut Tierschützern sei auch Österreich Teil dieses Systems.

Hunderte Rinder auf Schiff verstorben: Prozess gegen Waldviertler

Ein Schiffstransport von Uruguay in die Türkei endete im Herbst 2025 für hunderte Rinder tödlich. Wegen dieses Vorfalls begann am gestrigen Freitag vor dem Landesgericht Krems der Prozess.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(304 Wörter)
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Am Landesgericht Krems hat am Freitag, dem 12. Juni 2026 ein zivilrechtliches Verfahren begonnen, dem ein schweres Schiffsunglück im Herbst 2025 zugrunde liegt: Damals starben hunderte Rinder auf dem Weg von Uruguay in die Türkei. Nun klagen die türkischen Abnehmer und der niederösterreichische Exporteur gegeneinander.

Transportschiff Spiridon II

Tausende geschwächte, dehydrierte und apathische Kühe, zusammengepfercht auf engstem Raum, an Bord eines Lebenstransportschiffes, teilweise auch tot. Dieses Bild bot sich Ende Oktober des Vorjahres bei der Ankunft der „Spiridon II“ in der Türkei.

Niederösterreicher steckt hinter tödlichem Tiertansport

Der Waldviertler Viehhändler Christian Klinger und sein Unternehmen, die Agro Breeding GmbH aus Jagenbach (Bezirk Zwettl), stehen im Visier der türkischen Justizpartner. Die Rinderimporteure haben eine Zivilklage eingebracht und fordern rund 1,8 Millionen Euro zurück. Sie werfen Klinger vor, sie beim missglückten Transport von fast 3.000 Rindern aus Uruguay getäuscht und ihnen einen massiven finanziellen Schaden zugefügt zu haben.

Auch zahlreiche neugeborene Kälber verendet

Die Käufer argumentieren, dass das Entladen der Rinder in der Türkei wegen fehlender Genehmigungen für Hunderte von Tieren untersagt wurde. Klinger habe demnach auch Kühe in einem späten Trächtigkeitsstadium verladen. In der Folge verendeten zahlreiche neugeborene Kälber auf dem Schiff.

Klinger bestreitet Vorwürfe

Klinger weist die Vorwürfe zurück. Laut seinem Anwalt waren die Käufer in Uruguay komplett informiert und mit der Verladung einverstanden. Die Probleme seien erst durch die unerwartet lange Blockade vor der Türkei entstanden, für die das Schiff nicht konzipiert war.

Verhandlung vertagt

Das Zivilverfahren vor dem Landesgericht Krems endete am Freitag ohne Einigung und wurde vertagt. Der Prozess wird Mitte November fortgesetzt. Zu diesem nächsten Termin sollen auch mehrere Zeugen aus der Türkei angehört werden.

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