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/ ©Verein -Rollende Engel-
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Taufe.
Robert konnte dank des Vereins -Rollende Engel- bei der Taufe seiner beiden Enkelkinder mit dabei sein.

Letzter Wunsch erfüllt: Robert darf Taufe seiner Enkel miterleben

Um 4 Uhr in der Früh hat der Wecker der ehrenamtlichen Wunscherfüller vom Verein -Rollende Engel- kürzlich geläutet. Der Fahrgast, dem man einen letzten Wunsch erfüllte, sollte nämlich um 11 Uhr bei der Taufe der Enkelkinder sein.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(427 Wörter)
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Drei Stunden Autofahrt haben die Wunscherfüller Anja und Julia dabei zurückgelegt, um zum Fahrgast zu kommen. Dort wurden sie bereits von einer Intensivpflegerin erwartet, die gemeinsam mit ihrem Kollegen alles gut vorbereitet hat. Einem sicheren Transport stand so nichts mehr im Weg. Die Räumlichkeiten des Hauses, in dem Robert wohnt, sind aber sehr eng und es geht sich nur mit Müh und Not aus, dass der Fahrgast mit der Trage durchgebracht werden konnte. Die Wunscherfüller erinnern sich jedenfalls noch, dass alle zusammengeholfen haben, weil jeder wollte, dass der Wunsch so schön wie möglich in Erfüllung gehen kann.

Über den Verein „-Rollende Engel-“

Der private Verein erfüllt österreichweit schwerkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase kostenlos ihren letzten Wunsch.

Wie und wann werden letzte Wünsche vom Verein „-Rollende Engel-“ erfüllt?

Voraussetzungen:

  • wenn Wünsche aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst erfüllbar sind
  • wenn man Unterstützung benötigt, weil der Patient bettlägerig ist
  • wenn medizinische und/oder pflegerische Betreuung benötigt wird

Sollten diese Voraussetzungen zutreffen, kann man hier online das Wunschanfrageformular ausfüllen

Vor Ort erlebten Wunscherfüller und Fahrgast eine böse Überraschung

Danach fuhr man noch einmal eine knappe Stunde zu jener Kirche im Bezirk Mödling (Niederösterreich), wo die Taufe der beiden einjährigen Zwillinge stattfinden sollte. Vor dieser haben Angehörige und Familie bereits auf den Opa der beiden gewartet. Vor Ort erlebte man allerdings eine böse Überraschung. Obwohl man bei der Antragstellung alles abgefragt hat, gab es rund 20 hohe Stufen vom Fahrzeug bis in die Kirche hinein – etwas, wovon man nichts gesagt bekommen hat. Die Stufen waren ein Ding der Unmöglichkeit für die Trage, das Beatmungsgerät und den Patienten.

Pfarrer zeigt sich „unbürokratisch und sehr menschlich“

An diesem Punkt kam der Pfarrer erstmals ins Spiel. Er bekam vom Problem mit und zeigte sich „unbürokratisch und sehr menschlich“, so der Verein -Rollende Engel- weiter. Binnen weniger Minuten war eine Taufe im Freien am benachbarten Gemeindehaus organisiert. Stühle, der Tisch und ein Klavier wurden rasch im Garten unter großen Bäumen aufgebaut. „Unser Fahrgast genießt derweil seine Familie und beschäftigt sich mit den süßen Zwillingen. Er strahlt über das ganze Gesicht vor Freude, dass ihm dieser Wunsch heute erfüllt wird“, erinnern sich die Wunscherfüller.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt ein Familienfoto.
©Verein -Rollende Engel-
Auch ein Familienfoto durfte natürlich nicht fehlen.

Tauf-Zwillinge „lachen und sind genau so glücklich wie ihr Opa“

Dann ging es zur Sache, die beiden Zwillinge wurden getauft. Als sie mit dem Taufwasser übergossen wurden, habe keiner der beiden kleinen Buben eine Reaktion gezeigt. „Im Gegenteil: Sie lachen und sind genau so glücklich wie ihr Opa“, weiß der Verein. Rund 35 Minuten später ist die Feier zu Ende. Letzte Fotos werden geschossen und die Familie verabschiedet sich von Robert, für den es nun wieder zurück ging. Wenige Tage, nachdem ihm sein letzter Wunsch erfüllt worden ist, ist der Fahrgast verstorben, berichten die Wunscherfüller abschließend.

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