Nur ein Postfach betroffen? Hacker wollen Flughafen Wien erpressen
Mit angeblich erbeuteten E-Mails und Dateien versucht eine IT-Bande derzeit, den Wiener Airport unter Druck zu setzen. Bei den veröffentlichten Beweisen handelt es sich aber offenbar nur um alte Frachtpapiere.
Eine cyberkriminelle Gruppierung behauptet, den Flughafen Wien gehackt zu haben, und versucht derzeit, das Unternehmen im Darknet zu erpressen. Die Verantwortlichen des Airports weisen die Darstellung einer großangelegten Cyberattacke jedoch zurück. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, steckt hinter dem Angriff die Hackergruppe „Bashe“ (auch bekannt unter „APT73“). Die Kriminellen behaupten, mehr als eine halbe Million E-Mails sowie über 4.470 Dateien erbeutet zu haben. Als angeblichen Beweis stellten die Hacker bereits Frachtdokumente online.
Frachtdokumente aus dem Jahr 2025
Der Flughafen Wien reagierte umgehend auf die Drohungen. Gegenüber der APA stellte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann klar, dass der gesamte Betrieb plangemäß und ohne jede Beeinträchtigung läuft. Bei dem im Netz aufgetauchten Material handle es sich lediglich um alte Frachtdokumente aus dem Jahr 2025.
Keine Passagierdaten betroffen
Nach derzeitigem Wissensstand sind weder passagierbezogene noch betriebskritische Daten von dem Vorfall betroffen. Das entwendete Material stammt laut dem Sprecher vermutlich unbefugt aus einem einzelnen, isolierten Postfach. Zur lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts arbeitet der Flughafen Wien eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen. Zusätzlich zur internen IT-Abteilung wurden bereits externe Cybersecurity-Experten hinzugezogen.