Nach vier Jahren in Firma: LKW-Fahrer steigt aus, muss um Geld kämpfen
Nach vier Jahren wurde das Arbeitsverhältnis eines LKW-Fahrers aus Niederösterreich einvernehmlich aufgelöst. Der Mann bekam jedoch viel zu wenig Geld ausgezahlt. Er ging zur Arbeiterkammer.
Ein LKW-Fahrer aus dem Bezirk Scheibbs (Niederösterreich) ist vier Jahre lang für die selbe Firma gefahren, ehe er Ende Mai ein letztes Mal aus dem Firmen-LKW ausstieg. Zu dem Zeitpunkt war das Dienstverhältnis einvernehmlich beendet. Was auf den Niederösterreicher wartete, war allerdings keine Anerkennung für die vier Jahre Arbeit sondern eine böse Überraschung, berichtet die Arbeiterkammer (AK) nun.
„Oft bleiben nur wenige Monate…“
„Lohn, Überstunden, Sonderzahlungen und Urlaubsersatzleistungen wurden nicht korrekt ausbezahlt“, so die Experten. Der Mann wandte sich daraufhin an die Bezirksstelle. Und das glücklicherweise rechtzeitig, viele Kollektivverträge enthalten nämlich oft recht kurze Verfallsfristen. Die AK-Experten beschreiben das so: „Oft bleiben nur wenige Monate, um offene Ansprüche geltend zu machen.“
LKW-Fahrer bekommt fast 8.000 Euro
Und die Ansprüche, die er noch hatte, waren gar nicht so niedrig. Erst intervenierte die AK, dann kam es zu einer außergerichtlichen Einigung, schließlich stand man sogar noch vor Gericht. Der LKW-Fahrer bekam am Ende jedenfalls fast 8.000 Euro nachbezahlt. Helmut Wieser von der AK-Bezirksstelle Scheibbs dazu: „Laut Kollektivvertrag musste der LKW-Fahrer mit dem Verfall seiner Ansprüche binnen drei Monaten rechnen. Umso besser, dass er sich rechtzeitig bei uns gemeldet hat. So konnten wir sicherstellen, dass er die ihm zustehenden Beträge auch bekommt.“