59 Gläubiger wollen 558.000 Euro von Traditions-Verein, bekommen wohl kaum was
Anfang Mai 2026 wurde über den Traditions-Fußballverein SV Union Neulengbach (Niederösterreich) ein Insolvenzverfahren eröffnet. Nun hat die Prüfungs- und Berichtstagsatzung stattgefunden.
Der Fußballclub, der 1923 gegründet wurde und vor allem für sein Frauen-Team in der höchsten österreichischen Spielklasse, das mehrfach hintereinander Meister wurde, bekannt war, ist pleite. Wie sehr, das hat nun die Prüfungs- und Berichtstagsatzung ans Licht gebracht. „Insgesamt haben 59 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 558.000 Euro angemeldet, welche vom Insolvenzverwalter im Wesentlichen als zu Recht bestehend anerkannt wurden“, heißt es jetzt seitens des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV1870).
Frauenteam eingestellt, Mänerfußball und Jugendarbeit geschlossen
Weil man kein Geld mehr hatte, musste der Spielbetrieb des Frauenteams aus Neulengbach (Bezirk St. Pölten-Land, Niederösterreich) in der österreichischen Bundesliga bereits eingestellt werden. Zusätzlich wurden auch die Sektionen Männerfußball und Jugendarbeit geschlossen. Seit der Spielbetrieb eingestellt ist, ist der Insolvenzverwalter mit der Verwertung des Vereinsvermögens befasst. Und für die Gläubiger sieht es dabei nicht allzu rosig aus, wie Jürgen Gebauer vom KSV1870 weiß: „Aus heutiger Sicht dürfen die betroffenen Insolvenzgläubiger bestenfalls mit einer Quotenzahlung im unteren einstelligen Prozentbereich rechnen.“