Bis in die Nacht hinein: Arbeiten nach Verwüstung in Wiener Neustadt
Sintflutartige Regenfälle und schwere Sturmböen haben heute Nachmittag den Norden des Bezirks Wiener Neustadt verwüstet: Innerhalb kürzester Zeit verwandelten sich Straßen in reißende Bäche.
Ein heftiges Unwetter hat am heutigen Nachmittag den nördlichen Teil des Bezirks Wiener Neustadt (Niederösterreich) getroffen und binnen kürzester Zeit für folgenschwere Verwüstungen gesorgt. Sintflutartige Regenfälle und schwere Sturmböen verwandelten Straßen in reißende Bäche und forderten den raschen Einsatz der Rettungskräfte.
Kritische Situation auf der Autobahn A2
Laut BFKDO Wiener Neustadt stehen derzeit noch 15 Feuerwehren mit zahlreichen Helfern im unermüdlichen Dauereinsatz, um die immensen Schäden der Unwetterfront zu beseitigen. Die enormen Wassermassen fluteten nicht nur örtliche Durchzugsstraßen, sondern brachten auch den Verkehr auf den Hauptverkehrsadern der Region zeitweise fast völlig zum Erliegen. Besonders kritisch stellte sich die Situation auf der A2 Südautobahn dar, auf der dicke Wasserfilme und Überflutungen die Autofahrer zu extremem Langsamfahren zwangen.
25 Schadensstellen parallel abgearbeitet
Insgesamt arbeiten die Einsatzkräfte aktuell rund 25 Schadensstellen parallel ab. Die geografischen Schwerpunkte der Unwetterschäden liegen in den Gemeinden Sollenau und Eggendorf. Hier laufen die Pumpen der Feuerwehren im Akkord, um unzählige überflutete Keller trockenzulegen. Gleichzeitig blockieren entwurzelte und umgeknickte Bäume wichtige Verkehrswege und müssen unter Hochdruck von den Straßen geräumt werden.
Auf der Hohen Wand ging eine Mure ab
Auch in den Bergen zeigte das Unwetter seine zerstörerische Kraft: Auf der Hohen Wand machten die enormen Niederschlagsmengen den Hang instabil und lösten eine Mure aus. Schlamm- und Geröllmassen rutschten auf die Straße, sodass die Feuerwehr auch hier mit schwerem Gerät ausrücken musste, um die Verkehrswege wieder freizumachen.
Einsätze noch bis in die Nachtstunden
Ein Ende der Aufräumarbeiten ist für die Helfer vorerst nicht in Sicht. Die Einsätze werden voraussichtlich bis weit in die Nachtstunden andauern, während die Einsatzkräfte alles daran setzen, die Normalität in den betroffenen Gemeinden so rasch wie möglich wiederherzustellen.