Lage auf Donau spitzt sich zu: Wasserstand bremst Kreuzfahrtschiffe aus
Die Donau führt aufgrund der anhaltenden Trockenheit immer weniger Wasser. Viele Fracht- und Kreuzfahrtschiffe müssen deshalb vorerst an Land bleiben. Wie viadonau betont, ist der Fluss behördlich allerdings noch nicht gesperrt.
Obwohl der Juli gewöhnlich die Hochsaison für die Donauschifffahrt markiert, bremst das aktuelle Niedrigwasser den Fracht- und Kreuzfahrtverkehr in der Wachau spürbar aus. Der regionale Ausflugsverkehr läuft hingegen weiterhin reibungslos. Wie Adi Aigner, Prokurist der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, gegenüber dem ORF Niederösterreich betonte, ist die Linienschifffahrt derzeit nicht betroffen – eine entscheidende Nachricht für die Urlaubsgäste vor Ort.
Kreuzfahrtschiffe müssen bereits erste Fahrplanänderungen vornehmen
Auch die DDSG Blue Danube hält ihren Fahrplan in der Wachau mit allen drei Schiffen bis mindestens heute Donnerstag stabil, da konstante Pegelstände erwartet werden. Anders stellt sich die Lage bei den Kreuzfahrtschiffen dar, die laut Adi Aigner bereits erste Fahrplanänderungen vornehmen müssen. Zwar seien dadurch spürbar weniger Passagiere der Kabinenschifffahrt in den Anlegeorten unterwegs, auf die großen Ausflugsziele und gebuchten Landprogramme habe dies derzeit jedoch noch keine gravierenden Auswirkungen.
Längere Stopps in den Häfen
Die Reedereien wissen sich bei Niedrigwasser zu helfen: Wenn der Pegel sinkt, wird flexibel umdisponiert. Zum Repertoire gehören laut Aigner flachgehende Schiffe, angepasste Routen und längere Stopps in den Häfen. Statt auf dem Fluss geht es für die Passagiere bei Ausflügen dann eben spontan mit dem Bus weiter.
Rollfähre in Weißenkirchen für Autos gesperrt
Niedrigwasser bremst die Fähren in der Wachau aus: In Weißenkirchen dürfen aktuell keine Autos mehr mitfahren, während der PKW-Transport in Spitz vorerst noch funktioniert. Bei weiter sinkenden Pegeln droht aber auch dort das Aus für Autos. Gute Nachricht für Aktive: Fuß- und Radverkehr sind auf beiden Fähren weiterhin gesichert. Je niedriger der Wasserstand der Donau, desto spürbarer werden die Folgen für die Schifffahrt.