Erde bebte 8 Mal: Semmering-Erdbeben war nicht alleine
An der steirisch-niederösterreichischen Grenze hat die Erde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24. Juli 2026, gebebt. Das Erdbeben mit der Stärke 4,4 war dabei nicht alleine, danach wurden noch sieben weitere verzeichnet.
Um ziemlich genau 2 Uhr in der Früh wurden viele Menschen in der steirisch-niederösterreichischen Grenzregion aus dem Schlaf gerissen. Beim Semmering hatte die Erde gebebt – und das nicht zu schwach. Wie die GeoSphere Austria berichtet, hatte das Beben eine Stärke von 4,4. Eine Stärke, die man in Österreich nicht allzu häufig zu spüren bekommt, bleiben die allermeisten spürbaren Beben für gewöhnlich doch recht deutlich unter der 4er-Grenze. Dieses Erdbeben machte aber eine Ausnahme, viele Meldungen langten in den darauffolgenden Minuten bei der GeoSphere Austria ein. Die meisten waren dabei freilich aus Niederösterreich und der Steiermark, vereinzelt sei das Beben aber auch in Wien schwach verspürt worden, so die Experten. Zahlreiche Personen haben sich auch unter dem zugehörigen Facebook-Posting gemeldet, alles dazu könnt ihr hier nachlesen: Erdbeben der Stärke 4,5 am Semmering: „Spiegel haben geklirrt“.
Hast du schon einmal ein Erdbeben gespürt?
Mehrere Nachbeben am Semmering
Und stärkere Beben haben es für gewöhnlich auch so an sich, dass sie nicht alleine kommen. So ist das auch in diesem Fall gewesen. In den Stunden nach dem Erdbeben beim Semmering wurden insgesamt sieben Erdbeben verzeichnet, wie man auf der Seite der GeoSphere Austria sehen kann. Die Nachbeben zogen sich dabei von 2.04 Uhr in der Früh bis um 7.16 Uhr am Vormittag. Vier der sieben wurden der Region rund um Gloggnitz in Niederösterreich zugeordnet, der auch das Hauptbeben zugeordnet worden ist, drei haben in der Steiermark „stattgefunden“.
Karte zeigt, wo die Erdbeben am Semmering stattgefunden haben
So weit so gut. Wirft man nun allerdings einen Blick auf die Karte, erkennt man, dass die Beben räumlich extrem nahe beieinander liegen. Also auch wenn die acht eine Bundeslandgrenze „trennt“, hatten ihr Epizentrum im Radius weniger Kilometer. Bei den übrigen Beben wurde laut aktuellen Informationen jedenfalls keines mehr verspürt. Das stärkste Nachbeben fand um 6.15 Uhr statt und hatte eine Stärke von 2,1, jenes direkt nach dem Hauptbeben um 2.04 Uhr hatte noch Stärke 1,2, die übrigen Nachbeben lagen alle zwischen 0,2 und 0,8. Es kommt zwar auf die Herdtiefe und die Region, wo das Epizentrum liegt, an, ab wann ein Erdbeben verspürt wird, Beben unterhalb einer Stärke von 2 werden allerdings nur in den seltensten Fällen wirklich von den Menschen bemerkt.