Brand-Serie im Waldviertel: 18 Feuerwehren verhindern Katastrophen
Wie das Bezirksfeuerwehrkommando Waidhofen an der Thaya (Niederösterreich) berichtet, mussten in den letzten Tagen bereits 18 Feuerwehren zu mehreren Flur- und Maschinenbränden ausrücken.
Anhaltende Trockenheit und starker Wind lassen das Brandrisiko derzeit drastisch ansteigen. In den vergangenen Tagen mussten im niederösterreichischen Waldviertel bereits 18 Feuerwehren zu mehreren Flur- und Maschinenbränden ausrücken. Dank des dichten Feuerwehrnetzes und extrem kurzer Reaktionszeiten konnten schwere Katastrophen bislang verhindert werden.
Flammen greifen auf Reihenhaus über
Wie schnell eine solche Situation eskalieren kann, zeigte sich am Sonntagvormittag in Groß-Siegharts. Im Garten einer Reihenhausanlage geriet ein Holzstoß in Brand. Die Flammen breiteten sich rasch aus und griffen auf die Fassade des Wohnhauses über. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Groß-Siegharts-Stadt trafen nur wenige Minuten nach dem Notruf am Einsatzort ein und leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein. Durch das schnelle Eingreifen gelang es, das Feuer einzudämmen und zu löschen, bevor der Brand auf das gesamte Reihenhaus übergreifen konnte.
Funke beim Mähen setzte 1 Hektar in Brand
Zu einem folgenschweren Zwischenfall kam es am Freitagnachmittag in Ranzles (Gemeinde Thaya). Beim Mähen eines Feldrains traf das Mähwerk auf einen Stein. Der dadurch entstandene Funke entzündete das ausgetrocknete Gras augenblicklich. Innerhalb kürzester Zeit breiteten sich die Flammen aus und erfassten zwei angrenzende Felder im Ausmaß von rund einem Hektar. Dank der umgehenden Alarmierung der Feuerwehren Großgerharts, Thaya, Kleingöpfritz und Kleinzwettl konnte eine Ausbreitung auf eine benachbarte Wiese verhindert und das Feuer rasch gelöscht werden.
Böschung in Peigarten brannte
Nur kurze Zeit später schlug der nächste Alarm in der Gemeinde Thaya an: In Peigarten war eine Böschung direkt neben der Straße in Brand geraten. Die rasch eingetroffenen Feuerwehren Peigarten, Thaya und Oberedlitz brachten den Brand schnell unter Kontrolle.
Zwei Brände beim Rundballen pressen
Auch die Erntearbeiten am Samstagabend standen unter keinem guten Stern: In Kleinreichenbach (Gemeinde Windigsteig) geriet am Samstagabend eine Rundballenpresse in Brand. Der Landwirt reagierte geistesgegenwärtig, koppelte den Traktor ab und brachte ihn in Sicherheit. Das Feuer griff auf das Stoppelfeld über und breitete sich auf rund 500 Quadratmeter aus. Sechs Feuerwehren (Kleinreichenbach, Meires-Kottschallings, Rafings-Rafingsberg, Windigsteig, Waldberg-Matzlesschlag und Schwarzenau) bekämpften den Brand. Unterstützt wurden sie dabei von zwei Landwirten mit einem Grubber und einem Vakuumfass.
Auch in Triglas stand ein Strohballen in Vollbrand
Gegen 21 Uhr bemerkte ein Fahrer beim Auswerfen eines Strohrundballens Feuer. Der Ballen stand kurz darauf in Vollbrand. Auch hier konnte die Zugmaschine samt Presse rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehren Triglas-Klein Gerharts, Pleßberg, Kautzen und Weißenbach löschten den Brand rasch ab, bevor sich die Flammen weiter ausbreiten konnten.