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Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt tote Fische in der Lavant.
Der von den Schiffen erzeugte Wellenschlag schleudert die Fische an das flache Ufer, wo sie hilflos verenden.

Wachau: Niedrigwasser für „Schiffe und Fische eine schlimme Situation“

Der Wasserstand der Donau in der Wachau geht weiter zurück. Am frühen Samstagnachmittag markierte der Pegel Kienstock im Bezirk Krems mit nur 110 Zentimetern einen neuen historischen Tiefstand.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(287 Wörter)
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Das derzeitige Niedrigwasser in der Wachauer Donau (Niederösterreich) bedroht die dortigen Fischbestände. Bei Kienstock fiel der Pegel auf ein nie da gewesenes Niveau, während bei Aggstein im Bezirk Melk die Messlatte nicht einmal mehr das Wasser berührt. Das berichtet zuerst der ORF Niederösterreich. Im Flussbett kommen Felsformationen zum Vorschein, die bis dato noch niemand zu Gesicht bekommen hat. Für die Fischbestände wird das extreme Niedrigwasser zunehmend zur existenziellen Bedrohung.

Fische ans flache Ufer geschleudert

Gegenüber dem ORF Niederösterreich schlägt der Wachauer Fischereiaufseher Hermann Miedler Alarm: Das extreme Niedrigwasser mache sowohl der Schifffahrt als auch den Fischen schwer zu schaffen. Schiffe könnten in der Fahrrinne nur noch im Schneckentempo vorankommen. Noch dramatischer sei die Lage für die Fische: Der von den Schiffen erzeugte Wellenschlag schleudere sie an das flache Ufer, wo sie hilflos verenden.

28 bis 30 Grad Wassertemperatur in den Tümpeln

Auch in den ufernahen Tümpeln gibt es für den Nachwuchs kaum Rettung: Das Wasser hat sich dort auf kritische 28 bis 30 Grad erwärmt. Fischer versuchten zwar in einer Rettungsaktion, größere Fische abzufischen und in überlebensfähigere Gewässerbereiche umzusiedeln. Für die kleine Fischbrut kam dieser Einsatz jedoch zu spät – sie konnte nicht gerettet werden.

Verlandete Bucht soll ausgebaggert werden

Die verlandete Bucht bei Schönbühel-Aggsbach (Bezirk Melk) soll im Winter ausgebaggert werden, um den Fischen wieder einen wellengeschützten Lebensraum zu schaffen. Aktuell lässt das warme Wasser den Sauerstoffgehalt bedrohlich sinken. Angesichts drohender Hitzetage von bis zu 40 Grad befürchtet Miedler, dass sinkende Wasserstände und steigende Temperaturen die Situation für die Tiere weiter verschärfen.

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