Zigarette in Blumentopf sorgt für Großbrand: Über 40 Bewohner evakuiert
Ein verheerender Wohnhausbrand hat am Donnerstagnachmittag im Ortsgebiet von Kematen an der Ybbs zu einem Großaufgebot der Einsatzkräfte geführt. Über 40 Bewohnerinnen und Bewohner verloren vorübergehend ihr Dach über dem Kopf.
Gegen 13.45 Uhr wurden die Beamtinnen und Beamten der örtlichen Polizeiinspektion am gestrigen 6. August 2026 zu dem Brand in dem zweistöckigen Wohngebäude gerufen, das mehr als 20 Wohneinheiten umfasst. Aufgrund der raschen Brandausbreitung mussten sämtliche Anwesenden unverzüglich evakuiert werden. Dabei handelte es sich um über 40 Personen. Die Betroffenen wurden vorerst in Notunterkünften untergebracht.
Stundenlanger Löscheinsatz
Ein Großaufgebot der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren kämpfte stundenlang gegen die Flammen. Erst gegen 19.40 Uhr – rund sechs Stunden nach dem Alarm – konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Die anschließende Brandursachenermittlung durch den Bezirksbrandermittler lieferte rasch ein Ergebnis: Als wahrscheinlichster Auslöser gilt eine nicht gänzlich ausgedämpfte Zigarette, die in einem Blumentopf auf einem Balkon entsorgt worden war.
Sachschaden im Millionenbereich
Durch das Feuer und die starke Rauchentwicklung entstand am Gebäude massiver Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen im siebenstelligen Eurobereich bewegt. Der mutmaßliche Verursacher wird nach Abschluss aller Erhebungen bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.