Höchste Alarmstufe: 84 Feuerwehren, 700 Floriani bei Waldbrand im Einsatz
In St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich) ist der Föhrenwald wieder in Brand geraten. Bereits vergangene Woche waren hunderte Einsatzkräfte gefordert - nun wieder.
Seit den Mittagsstunden hält ein ausgedehnter Vegetationsbrand im Föhrenwald die Einsatzkräfte aus mehreren Bezirken Niederösterreichs in Atem. Bereits vergangene Woche stand man in besagtem Wald mehrere Tage im Großeinsatz. Laut Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen stehen aktuell 84 Feuerwehren mit rund 700 Mitgliedern vor Ort im Einsatz, es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Eine Siedlung musste sogar evakuiert werden, weil der Waldbrand nur noch wenige Meter entfernt war. Rund 250 Menschen mussten ersten Angaben zufolge ihr zu Hause vorerst verlassen.
Auch Sonderdienste und Katastrophenhilfsdienste vor Ort
Das gesamte Ausmaß des Brandes lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt jedenfalls noch nicht beurteilen, auch die Brandursache ist noch vollkommen unklar. Klar ist jedenfalls, dass man neben den zahlreichen örtlichen Feuerwehren auch umfangreiche überörtliche Kräfte zur Unterstützung angefordert hat. So stehen etwa mehrere Sonderdienste zur Unterstützung der Einsatzkräfte bereit – darunter drei Züge des Sonderdienstes Waldbrand und der Sonderdienst Flugdienst. Zusätzlich sind auch drei Züge des Katastrophenhilfsdienstes vor Ort – zwei davon aus dem Bezirk Baden, einer aus dem Bezirk Neunkirchen.
Sieben Hubschrauber bei Brand im Föhrenwald im Einsatz
Ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung des massiven Brandes spielt die Unterstützung aus der Luft. Mit Stand 15.30 Uhr sind sieben Hubschrauber, davon vier vom Innenministerium, zwei Private und ein Black Hawk des Bundesheers im Einsatz gestanden. Diese unterstützen insbesondere bei der Brandbekämpfung in schwer zugänglichen Bereichen und sollen zudem dabei helfen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Neben der Feuerwehr sind auch Polizei, Rotes Kreuz und ASBÖ vor Ort.
„Andere Einsatzstelle im Föhrenwald“
Mit dem Brand vor knapp einer Woche, der mittlerweile gelöscht ist, gibt es übrigens keinen Zusammenhang – zumindest keinen örtlichen. „Es handelt sich um eine andere Einsatzstelle im Föhrenwald“, so die Floriani. Die Einsatzkräfte würden jedenfalls mit Hochdruck an der Eindämmung des Brandes arbeiten, gesicherte Angaben darüber, welche Fläche betroffen ist oder wie lange der Einsatz dauern wird, könne man aber nicht machen.