Anfänglicher Routineeinsatz kostet Einsatzkräfte über 12 Stunden
Um 8.22 Uhr wurden Mittwochvormittag die Feuerwehren zum Brandeinsatz nach Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich) gerufen. Der anfängliche Routineeinsatz dauerte schließlich über zwölf Stunden lang.
Damit haben die Floriani wohl nicht gerechnet, als sie gegen halb 9 Mittwochvormittag, am 19. August 2026, in Ebergassing an der Einsatzstelle angekommen sind. Sieben Feuerwehren wurden gerufen, Grund war, dass ein Techniker in einem Silo in rund 30 Metern Höhe eine Rauchentwicklung wahrnahm und deshalb den Notruf wählte. Unzählige Einsatzkräfte sind daraufhin mit der Alarmstufe „B3 Gebäudebrand – Gewerbebetrieb: Rauchentwicklung im Silo“ mit der Sirene gerufen worden. Der anfängliche Routineeinsatz entwickelte sich aber schnell zu einer stundenlangen Aufgabe.
Überhitzte Maschine beförderte glosendes Getreide in Silos
Die erstankommenden Kräfte aus Ebergassing haben ein betroffenes Silo erkundigt und eine massive Rauchentwicklung in einer Etage der Fördertechnik vorgefunden. Ein technischer Defekt hat die Maschine überhitzt, diese beförderte unkontrolliert glosendes Getreide in verschiedene Silos, die teilweise mit über 20 Tonnen Getreide befüllt waren. Aus mehreren Behältern traten nach Öffnen dieser sofort dichte Rauchschwaden aus. „Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Silos von dem Brandereignis betroffen, worauf der Betrieb eingestellt und das Objekt evakuiert wurde“, berichtet die Feuerwehr.
Gebäude wurde mit Wärmebildkameras und CO-Messgeräten kontrolliert
In der Zwischenzeit hat man die Fördertechnik gekühlt und den Brand in den betroffenen Silos unter Atemschutz bekämpft. Nach mehreren Stunden und einer vorsichtigen Entwarnung konnte ein Silo auf Bodenniveau geöffnet, das Getreide von einem LKW abgesaugt und auf dem angrenzenden Parkplatz entleert werden. Insgesamt mussten weit über 50 Tonnen Getreide abgelassen und abtransportiert werden, die unzähligen Vorgänge wurden permanent von einem Atemschutztrupp überwacht und glosendes Futtermittel abgelöscht. Zudem wurde das Gebäude laufend mittels Wärmebildkamera und CO-Messgeräten kontrolliert.
Insgesamt 80 Floriani im Einsatz
In weiterer Folge konnte ein Teil der umliegenden Feuerwehren einrücken, der Rest musste durchgehend Nachlöscharbeiten und Kontrollgänge durchführen. „Unsere Einsatzkräfte standen mit 24 Mitgliedern über 12 Stunden im Einsatz“, erklärt man seitens der Feuerwehr Ebergassing. Zudem hätten die Reinigungsarbeiten der Einsatzbekleidung und Ausrüstung „bis in die Nacht“ angedauert. Insgesamt waren 80 Floriani sowie unzählige Rettungs- und Polizeikräfte im Einsatz.
Wer aller im Einsatz stand:
- Freiwillige Feuerwehr Ebergassing
- Freiwillige Feuerwehr Wienerherberg
- Freiwillige Feuerwehr Gramatneusiedl
- Freiwillige Feuerwehr Schwechat
- Freiwillige Feuerwehr Moosbrunn
- Freiwillige Feuerwehr Himberg
- Freiwillige Feuerwehr Eitek
- Polizei
- Rotes Kreuz