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Bild auf 5min.at zeigt eine Tomatenpflanze.
Der Ort gilt als einer der kältesten Messpunkte des Landes.

Erste Frost-Nacht: In dieser Gemeinde im Waldviertel hatte es unter 0 Grad

Die Nacht auf den heutigen Sonntag war in einigen Teilen Österreichs bereits sehr kalt: In Oberösterreich, Tirol oder Vorarlberg gingen die Werte auf 2-3 Grad zurück. Noch um einiges kälter war es allerdings im Waldviertel.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(388 Wörter)
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Schwarzau im Freiwald – eine urige ehemalige Holzfällersiedlung tief im rauen, nordwestlichen Waldviertel – liegt direkt an der Grenze zu Böhmen. Der Ort ist bekannt für seine feuchten Moorwiesen und seine grünen Granitfelsen. Inmitten dieser Wälder kann es schon einmal schneller abkühlen als an anderen Orten Österreichs. Das hat sich auch in der Nacht von 22. auf 23. August gezeigt.

Einer der kältesten Messpunkte Österreichs

Schwarzau liegt auf rund 800 Metern Seehöhe in einer flachen Senke des Freiwalds im oberen Waldviertel. Die beckenförmige Geländestruktur begünstigt die Ansammlung schwerer, kalter Bodenluft, sogenannte „Kaltluftseen“. Laut Ubimet gab es hier in der Nacht auf Sonntag bereits den ersten Frost, mit Minus 0,2 Grad Celsius.

Temperaturen kraxeln im Laufe des Tages aber auch im Waldviertel ordentlich hinauf

Lange frieren muss jedoch niemand, denn tagsüber dreht die Temperatur noch einmal richtig auf: Bei angenehmen 20 bis 27 Grad erwartet uns ein wunderbar warmer Spätsommertag. Im Laufe des Tages setzt sich ein freundlicher Wechsel aus Sonnenschein und harmlosen Quellwolken durch. Das Schauerrisiko bleibt sehr gering und beschränkt sich auf wenige Orte – meist geht der Tag trocken über die Bühne. Selbst auf den Gipfeln bläst der Westwind nur noch schwach bis mäßig, während die Temperaturen auf 1500 Metern Höhe auf angenehme 14 Grad steigen.

Ebenfalls sehr kalte Nacht in Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol

Sehr frisch verlief die Nacht auf Sonntag auch in Liebenau Gugu (Bezirk Freistadt, Oberösterreich) bei 0,5 Grad, in Galtür (Bezirk Landeck, Tirol) mit 2,5 Grad sowie in Lech (Bezirk Bludenz, Vorarlberg) mit 2,6 Grad Celsius.

Bauernregel: „Bartheltag“ deutet auf milden Herbst hin

Am 24. August – also kommenden Montag – feiern wir in Österreich den übrigens den sogenannten „Bartholomäustag“, der auch einfach „Bartheltag“ genannt wird. Eine alte Bauernregal besagt, dass der Verlauf dieses Tages Aufschluss darüber gibt, wie sich das Wetter im Herbst verhalten wird. Eine alte Bauerregel besagt: „Liegt Reif um den Bartheltag offen, so ist ein warmer Herbst zu hoffen.“ Aus meteorologischer Sicht lässt sich eine ganze Jahreszeit natürlich nicht an einem festen Datum festmachen. Die Stärke alter Bauernregeln liegt vielmehr in der Erfassung typischer Großwetterlagen: Maßgeblich für die Prognose ist daher nicht starr der 24. August, sondern die allgemeine Wetterlage Ende August.

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