Hunderte Mitarbeiter betroffen: Pollmann-Insolvenz erschüttert Auto-Markt
Eine riesige Pleite hat sich in Niederösterreich schon seit Tagen angebahnt, nun ist es tatsächlich so. Der Familienkonzern Pollmann hat einen Antrag auf Sanierungsverfahren eingebracht.
Den Hauptsitz hat das vor Jahrzehnten gegründete Familienunternehmen in Karlstein (Bezirk Waidhofen an der Thaya, Niederösterreich). In der Zwischenzeit hat der Autozulieferer groß expandiert, auf fünf Standroten in drei Kontinenten sind mittlerweile rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt, hunderte davon hierzulande. Am Dienstag, 1. September 2026, haben nun drei Gesellschaften – unter anderem Pollmann International – ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Krems beantragt.
Aktiva, Passiva und Gründe von Pollmann-Insolvenz noch unklar
Das große Unternehmen ist übrigens nicht irgendjemand in der Automobilbranche. Man wirbt damit, dass nicht weniger als 93 Prozent der namhaften Automarken Teile von Pollmann verbaut hätten, in den 90ern hieß es noch, dass rund jedes dritte Auto-Schiebedach aus Europa eines von Pollmann ist. Ein Sanierungsverfahren am Landesgericht Krems haben übrigens die Unternehmen Pollmann International, Pollmann Werkzeuge und Pollmann Austria beantragt. Insgesamt seien davon nun rund 500 Mitarbeiter betroffen, die Verbindlichkeiten sollen bei etwa 74 Millionen Euro liegen. Der Grund für die Pleite? Laut Unternehmen der Struktur-Wandel in der Automobil-Branche. Die Unternehmen sollen aber jedenfalls weitergeführt werden, die Produktion läuft derzeit auch normal weiter, wie man versichert.