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/ ©Fotomontage: Google Streetview & Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen verwirrten Mann von hinten und das Pollmann-Hauptgebäude.
Die Löhne und Gehälter sind abgesichert, heißt es seitens der Gewerkschaften.

Familienunternehmen pleite: Was das jetzt für 500 Angestellte bedeutet

Beim Familien- und Traditionsunternehmen Pollmann aus Niederösterreich hängt der finanzielle Haussegen schief. Gleich drei Gesellschaften mussten einen Antrag auf Sanierungsverfahren stellen.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(300 Wörter)
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Bei den insolventen Gesellschaften handelt es sich um die Pollmann International, die Pollmann Werkzeuge und Pollmann Austria. Von international rund 1.200 Beschäftigten im Traditions- und Familienunternehmen, das sich als Autozulieferer auszeichnet, dürften wohl etwa 500 Angestellte von der Insolvenz nun auch direkt betroffen sein. Die Verbindlichkeiten sollen bei knapp 74 Millionen Euro liegen, als Grund für die Pleite gibt das Unternehmen den allgemeinen Strukturwandel in der Automobil-Branche an.

Pollmann-Pleite: „Insolvenzentgeltfonds sichert Löhne und Gehälter“

Obwohl man seitens des Unternehmens versichert, dass diese weitergeführt werden sollen und auch die Produktion normal weiterläuft, ist aktuell noch unklar, welche Auswirkungen die Insolvenzen auf die rund 500 Mitarbeiter tatsächlich haben werden. Bei einem beruhigt die Gewerkschaft die Betroffenen allerdings: Sie werden nicht ohne Geld da stehen. „Der Insolvenzentgeltfonds sichert die Löhne und Gehälter, wenn es zu Unternehmensinsolvenzen kommt. Er ist der sichere Anker für die Betroffenen, damit es in solchen Fällen nicht unmittelbar zu existenziellen Notlagen kommt. Das ist auch jetzt beim Sanierungsverfahren für die drei Gesellschaften der Pollmann-Gruppe so“, sagen die beiden Gewerkschafter Reinhold Binder (PRO-GE) und Mario Ferrari (GPA).

Gewerkschafter fordern „Anhebung des Arbeitgeberbeitrags“

In Betriebsversammlungen sind die betroffenen Mitarbeiter dahingehend auch informiert worden, dass ihre Ansprüche durch den Fonds abgesichert sind. Rechtliche Beratung und Unterstützung bekommen sie außerdem auch während des Sanierungsverfahrens durch die Gewerkschaften sowie die Arbeiterkammer. Für Binder und Ferrari herrscht dennoch Handlungsbedarf, was die finanzielle Ausstattung des Fonds betrifft. Den Grund für die aktuelle Unterfinanzierung sehen sie im massiv gesunkenen IESG-Zuschlag für Arbeitgeber in den vergangenen Jahren. „Angesichts der steigenden Zahl an Unternehmenspleiten ist der Fonds zunehmend unter Druck. Wir fordern daher die sofortige Anhebung des Arbeitgeberbeitrags“, so Binder und Ferrari abschließend.

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