Große Trauer um verstorbene Stadträtin: „Nachricht hat uns schwer getroffen“
Renate Gamsjäger, ihres Zeichens Stadträtin in St. Pölten, ist am 17. September 2026 nach schwerer Krankheit verstorben. Nur wenige Tage vor ihrem Tod wurde sie mit dem Ehrenzeichen der Stadt ausgezeichnet.
Bürgermeister Matthias Stadler hält fest: „Die Nachricht vom Ableben unserer geschätzten Stadträtin hat uns schwer getroffen.“ Mit ihr würde man „nicht nur eine enorm engagierte Mandatarin, sondern auch eine Freundin“ verlieren. Das Rathaus würde deshalb auch Trauerflor tragen, so der Bürgermeister, der Gamsjäger erst am 11. September 2026 mit dem Ehrenzeichen der Stadt auszeichnen durfte.
„Zu diesen Menschen gehört Renate Gamsjäger“
„Es gibt Menschen, die sich engagieren. Es gibt Menschen, die Verantwortung übernehmen. Und dann gibt es Menschen, die über Jahrzehnte hinweg nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern Dinge tatsächlich verändern. Zu diesen Menschen gehört Renate Gamsjäger„, hielt das Stadtoberhaupt im Rahmen der Verleihung vor wenigen Tagen noch fest. Der Name Gamsjäger werde auch in Zukunft eng mit vielen Bereichen des öffentlichen Lebens verbunden sein, denn: „Du hast dich immer eingemischt. Du hast Verantwortung übernommen. Und du hast dich vor allem dann zu Wort gemeldet, wenn es um Menschen ging, die selbst nicht immer die lauteste Stimme hatten“, so Stadler.
Der Werdegang der Renate Gamsjäger
Gamsjäger wurde 1961 in St. Pölten geborgen und studierte nach der Matura Kunstgeschichte in Wien, legte einen PR-Lehrgang ab und absolvierte einen Master in Krems. Beruflich war sie in unterschiedlichen Museen sowie an der Volkshochschule tätig, bevor sie in die Politik kam. Die Verstorbene ist Mutter zweier Kinder und Großmutter zweier Enkelkinder. Seit 1997 war sie Mitglied des Gemeinderates, seit 2000 dann auch Stadträtin. Ihre politischen Funktionen reichten vom Wohnungsreferat, über den Sozial- und Bauausschuss bis hin zum Kulturausschuss und Umweltbereich. Zuletzt leitete sie den Ausschuss für Wissenschaft und Forschung. Erst kürzlich hatte sie ihr Mandat aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt.