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/ ©Montage: Canva
auf dem bild von 5min.at sieht man einen mann mit einem gewehr in einem weingarten.
Weil der Halter keinen Knall hörte, prüft die Polizei nun den Einsatz eines Schalldämpfers. Vom Täter fehlt weiterhin jede Spur.

Familienhund „Alfi“ kaltblütig in Weingarten erschossen: 1.000 Euro auf Schützen ausgesetzt

Im Weingarten wurde der 14 Jahre alte Hund „Alfi“ von einem bislang unbekannten Täter erschossen. Um den Vorfall aufzuklären und Hinweise auf den Täter zu erhalten, hat Tierschutz Austria eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(431 Wörter)
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Der 14-jährige Familienhund „Alfi“ wurde im August in einem Weingarten in Walkersdorf am Kamp (Bezirk Krems, Niederösterreich) einfach kaltblütig von einem Unbekannten erschossen. Für Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, setzt Tierschutz Austria nun eine Belohnung von 1.000 Euro aus.

Alfi kam nach der Gassirunde nie wieder zurück

Es sollte eine ganz gewöhnliche Gassi-Runde im Weingarten werden: Hundesbesitzer Herbert Bichler war mit seinem Nova-Scotia-Mischling „Alfi“ unterwegs, der sich sonst nie weit entfernte. Doch an diesem Tag kehrte der Rüde nicht zurück. Nach tagelanger, verzweifelter Suche die traurige Gewissheit: Vier Tage später wurde der Hund tot aufgefuden, erlegt durch einen Schuss in den Rumpf. Da der Halter keinen Knall wahrgenommen hatte, wird nun geprüft, ob ein Schalldämpfer verwendet wurde. Vom Schützen fehlt bislang jede Spur.

„Ein 14-jähriger Hund liegt mit einer Kugel im Körper, und niemand steht dafür gerade. 1.000 Euro sind wenig gegen ein Leben. Sie sind das Signal: Dieser Fall versandet nicht.“ Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria

Fall ereignete sich noch vor dem Start der intensiven Jagdsaison

Die Tötung von Alfi ereignete sich im August und somit noch vor dem Start der intensiven Jagdsaison. Während Niederösterreichs Schusszeiten für Fasane und Feldhasen (letztere in Weingärten bis Ende Januar) erst ab Oktober greifen, gilt für Füchse, Steinmarder und Wildschweine eine ganzjährige Jagderlaubnis. Zudem gelten in Weingärten gesonderte, oft erweiterte Schusszeiten für Rehwild, weshalb dort regelmäßig Waffen im Einsatz sind. Nach Einschätzung von Aschauer schafft das Gesetz dadurch ganzjährig ein Erschießungsrisiko für Familienhunde.

Die Liste der Opfer ist lang

Die Fälle häufen sich: Ende 2025 wurde Border Collie Cooper in Oberösterreich bei Tageslicht trotz Neon-Geschirr erschossen – angeblich eine Verwechslung mit einem Fuchs. Nur einen Monat später traf es den Husky-Mix Bailey in der Steiermark unter derselben Ausrede, obwohl er eine Warnweste trug und nur 17 Meter vom Hochstand entfernt war. Auch das Töten der Katze Peach per Kopfschuss in einer Lebendfalle blieb nach einer Anzeige von Tierschutz Austria straflos. Im August 2026 folgte der Fall Alfi: Der 14-jährige Hund wurde im niederösterreichischen Weingarten mit einer Schusswunde am Rumpf aufgefunden, vom Täter fehlt jede Spur.

auf dem bild von 5min.at sieht man hund bailey.
©Tierschutz Austria
Auch Hund Bailey aus der Steiermark (rechts) wurde einfach erschossen.

Forderungen von Tierschutz Austria:

  1. Österreichweites Verbot der Tötung von Haustieren in allen Landesjagdgesetzen.
  2. Verpflichtende psychologische Eignungstests für Jagdscheinbesitzer:innen.
  3. Alkoholverbot bei der Jagd und wirksame Tests.
  4. Sofortiger Entzug von Jagd- und Waffenkarte bei Verstößen.
  5. Einheitliche, statistische Erfassung von Haustierabschüssen (Meldepflicht) und Schadenersatz für Halter.

Petition

Über 25.000 Menschen haben bereits eine entsprechende Petition unterzeichnet. Tierschutz Austria ruft zu weiteren Unterschriften auf, um die politische Stärke auszubauen. Sachdienliche Hinweise an: martin.aschauer@tierschutz-austria.at. Die Hinweise werden gesammelt und an die Polizei übergeben.

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