Gestanks-Welle in Schwechat: Rätselhafter Geruch aus Kanalschächten
Übler Gestank aus dem Kanalisationsnetz hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Anwohner im Stadtgebiet Schwechat sowie in Rannersdorf aufgeschreckt. Mehrere besorgte Bürger alarmierten die Feuerwehr wegen stechenden Geruchs.
Die Belästigung war laut der Freiwilligen Feuerwehr Schwechat gebietsweise so massiv, dass Anreiner von schlaflosen Nächten berichteten oder vorübergehend bei Bekannten nächtigten. Konkret betroffen waren verschiedene Orte im Schwechater Stadtgebiet sowie die Katastralgemeinde Rannersdorf (Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich). Die Feuerwehr, die wegen eines Fests in Rannersdorf auch dessen Einsatzgebiet mitübernahm, rückte zu einer Serie von Einsätzen aus.
Spezialkräfte hinzugezogen
Um ein Risiko für die Bevölkerung auszuschließen, wurden umgehend Messungen an zahlreichen Kanalschächten durchgeführt. Da sich die Einsätze über mehrere Tage zogen, forderten die Einsatzkräfte den Schadstoffberatungsdienst des Industrieviertels mit Experten der Feuerwehren Mödling und Kottingbrunn an.
Keine Gefahr für Mensch und Tier
Nach gemeinsamen Lagebesprechungen und hochsensiblen Messungen mit spezieller Gasmesstechnik gaben die Experten Entwarnung: An der Oberfläche wurden keine relevanten Schadstoffwerte gemessen. In den Schächten nachgewiesene Spuren lagen weit unter jeglichen Grenzwerten. Eine Gefahr für Mensch und Tier bestand zu keinem Zeitpunkt. Während des gesamten Einsatzes stand die Feuerwehr in engem Austausch mit der Stadtgemeinde Schwechat und lokalen Betrieben, um die Ursache weiter einzugrenzen.