„Jede Minute zählt“: Notruf Niederösterreich wappnet sich für extreme Einsatzlagen
Notruf Niederösterreich bringt am heutigen Mittwoch, dem 30. September 2026, verschiedenste Einsatzkräfte zusammen, um gemeinsam für lebensbedrohliche Einsatzlagen zu trainieren.
Einsatzkräfte im Schulterschluss: In Melk kommen heute Polizei, Bundesheer, Rettungsdienst, Acute Community Nursing und Feuerwehr zu einer gemeinsamen Übung zusammen. Das Ziel: Für den Ernstfall bei Amok-, Terror- und Großeinsätzen mit vielen Schwerverletzten optimal vorbereitet zu sein. Denn: Lebensbedrohliche Szenarien verlangen eine lückenlose Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Erfolgreicher Auftakt im Vorjahr
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr lädt Notruf Niederösterreich zur zweiten organisationsübergreifenden Fortbildung für medizinisches Fachpersonal nach Melk ein. Verschiedenste Einheiten bündeln dabei ihr Know-How. Im Mittelpunkt stehen seltene, aber extrem kritische Lagen, die ein Höchstmaß an Professionalität, reibungslose Abläufe und eine exakte Kommunikation erfordern.
„Außergewöhnliche lebensbedrohliche Einsatzlagen können wir nur gemeinsam bewältigen. Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit nicht erst dann beginnt, wenn der Ernstfall eintritt. Wir müssen die Abläufe, Möglichkeiten und Arbeitsweisen der anderen Organisationen kennen und bereits vorher gemeinsam trainiert haben. Genau dafür schaffen wir mit dieser Fortbildung einen Rahmen: voneinander lernen, miteinander üben und damit gemeinsam besser vorbereitet sein, wenn es darauf ankommt.“ Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich
Vorträge, Skills, realistische Szenarien
Schwerpunkte der Schulung: Das Vorgehen bei Amok- und Terror-Einsätzen sowie bei Ereignissen mit zahlreichen Schwerverletzten. In praxisnahen Stationsbetrieben durchliefen die Teilnehmenden Fachvorträge, Skilltrainings und lebensnahe Einsatzszenarien. Doch es ging um mehr als Medizin: Im Zentrum stand das reibungslose Zusammenspiel an den Schnittstellen. Wer hat wann welche Rolle? Wie lässt sich die Notfallversorgung aufrechterhalten, wenn die Lage unübersichtlich oder bedrohlich bleibt? Das gemeinsame Ziel aller Organisationen: Wertvolle Minuten gewinnen und Patienten optimal versorgen.
„Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen – auch über die Grenzen der einzelnen Organisationen hinweg. Wer gemeinsam übt, kann gemeinsam rasch und sicher helfen. Dieses Training stärkt unsere Einsatzkräfte und kann im Ernstfall Leben retten. Mein Dank gilt allen, die sich darauf vorbereiten, für andere da zu sein, wenn es darauf ankommt.“ Landesrat Martin Antauer (FPÖ)