Hotelbetreiber insolvent: So soll Unternehmen jetzt gerettet werden
Über das Vermögen der Stayatmailberg Betriebs GmbH wurde am Landesgericht Korneuburg (Niederösterreich) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, berichtet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV).
Gegründet wurde die Antragstellerin im September 2025, betrieben wird das Schlosshotel Mailberg mit Hotel-, Gastro- und Veranstaltungsbetrieb in Mailberg (Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich). Laut AKV bietet das Unternehmen Beherbergung, Restaurantleistungen und Räumlichkeiten für Hochzeiten, Seminare und sonstige Veranstaltungen an. Von der Insolvenz sind aktuell 78 Gläubiger und 16 Dienstnehmer betroffen. Die Gesamtforderungen liegen bei rund 820.000 Euro. Vermögenswerte sind insbesondere offene Kundenforderungen, Warenlagerbestände, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die laufenden Einnahmen aus dem Hotel-, Gastro- und Veranstaltungsbetrieb.
Die Gründe für die Insolvenz
Als Gründe für das Abgleiten in die Insolvenz werden vor allem die hohen Anlauf- und Übergabekosten nach der Betriebsübernahme, unerwartete Kostensteigerungen, erhebliche Bau- und Instandhaltungsaufwendungen sowie die Vorfinanzierung des laufenden Betriebs bei gleichzeitig hohen Fixkosten seitens des Unternehmens genannt. Zusätzlich hätten saisonale Schwankungen und hinter den Erwartungen zurückgebliebene Umsätze die Liquiditäts-Situation noch weiter belastet.
Hotelbetreiber bietet Gläubigern Sanierungsplan
Nichtsdestotrotz möchte man weitermachen, eine Unternehmensfortführung wird laut AKV angestrebt. Dazu soll den Gläubigern ein Sanierungsplan angeboten werden, vorgesehen ist eine Quote von 20 Prozent, die binnen zwei Jahren ab Annahme des Plans bezahlt werden soll. Der AKV dazu abschließend: „Die Antragstellerin stützt die geplante Sanierung insbesondere auf die Fortführung des Hotel- und Veranstaltungsbetriebes, bereits bestehende Buchungen und Veranstaltungen sowie auf eingeleitete Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen.“