Fliegt auf, weil das Auto brennt: Betrunkener ohne Schein und mit gestohlenen Taferln unterwegs
Ein brennendes Auto auf der B19 bei Tulln (Niederösterreich) führte am Donnerstagnachmittag zu einem Polizeieinsatz, der für den Fahrer gleich mehrere Anzeigen nach sich zog.
Was am Donnerstagnachmittag, dem 1. Oktober 2026, wie ein gewöhnlicher Einsatz wegen eines brennenden Autos aussah, entpuppte sich für die Polizei rasch als eine Serie von Gesetzesübertretungen. Ein 44-jähriger Autofahrer versuchte am 1. Oktober 2026 gegen 15.15 Uhr vergeblich, seinen brennenden Wagen auf der B19 bei Tulln zu löschen. Wie sich herausstellte, stand er dabei unter Alkoholeinfluss.
Rauch kommt aus dem Motorraum
Der russische Staatsbürger war zuvor auf der S5 in Fahrtrichtung St. Pölten unterwegs gewesen, als er bemerkte, dass Rauch aus dem Motorraum drang. Er steuerte das Fahrzeug über die Ausfahrt Tulln von der Schnellstraße ab. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen unter dem Wagen hervor. Der Lenker stellte das Auto schließlich in einer Feldzufahrt neben der Straße ab und versuchte gemeinsam mit aufmerksamen Ersthelfern, den Brand einzudämmen.
Löscharbeiten und Überraschung bei der Unfallaufnahme
Die rasch eintreffenden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Tulln übernahmen die Löscharbeiten und konnten den Brand zügig unter Kontrolle bringen. Als Brandursache wird nach ersten Erkenntnissen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt angenommen. Der 44-jährige Fahrer wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt, blieb jedoch unverletzt.
Keine Zulassung, kein Führerschein und gestohlene Taferl
Für die Beamten der Polizeiinspektion Tulln und der Autobahnpolizei Stockerau nahm der Einsatz bei der Befragung des Mannes jedoch eine unerwartete Wende: Die Polizisten nahmen bei dem 44-Jährigen deutlichen Alkoholgeruch wahr. Ein durchgeführter Alkotest verlief positiv.
Die Ermittler bemerken weitere Verstöße:
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Keine Zulassung: Das brennende Auto war gar nicht für den Straßenverkehr zugelassen.
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Gestohlene Kennzeichen: Die am Fahrzeug montierten Nummerntafeln stammten aus einem Diebstahl bzw. einer Entfremdung, die sich zwischen dem 13. und 14. Juli 2025 in Wien ereignet hatte und behördlich zur Fahndung ausgeschrieben war.
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Fehlender Führerschein: Der Mann besitzt keine gültige Lenkberechtigung.
Der 44-Jährige streitet alles ab
Die gestohlenen Kennzeichentafeln wurden von der Polizei sichergestellt. Hinsichtlich der Entfremdung der Nummerntafeln zeigte sich der 44-Jährige bei der Vernehmung nicht geständig. Er wird bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde mehrfach angezeigt