Mit dem Zug zum Tatort: 50-Jähriger stahl E-Bikes für 54.000 Euro
Eine monatelange Diebstahlserie an niederösterreichischen Bahnhöfen ist geklärt: Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich sowie der Polizeiinspektion Purkersdorf haben einen 50-jährigen festgenommen.
Großer Ermittlungserfolg in Niederösterreich: Dem nun festgenommenen Mann wird vorgeworfen, seit Februar 2026 systematisch E-Bikes und E-Scooter entlang der Westbahnstrecke gestohlen zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 54.000 Euro. Die Vorgehensweise des Verdächtigen war stets dieselbe.
Per Bahn zum Tatort und zurück
Der vorerst unbekannte Täter reiste mit dem Zug zu verschiedenen Bahnhöfen in Niederösterreich. In unbeobachteten Momenten trennte er die Fahrradschlösser mit mitgebrachtem Werkzeug auf, entwendete die Zweiräder und trat anschließend samt Beute wieder per Bahn die Rückreise an. Nach akribischen Ermittlungen der Polizeiinspektion Purkersdorf geriet der 50-Jährige ins Visier der Behörden. Die weiteren Nachforschungen übernahm der Ermittlungsbereich Diebstahl des Landeskriminalamtes Niederösterreich in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeiinspektionen.
Festnahme im Zug und Drogenfund
Aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien spürten Ermittler des Landeskriminalamtes den unterstandslosen Mann schließlich am späten Abend des 24. Juni 2026 auf: Gegen 23.20 Uhr lokalisierten sie ihn in einem Zug zwischen Pressbaum und Eichgraben und nahmen ihn fest. Bei der anschließenden Personendurchsuchung stellten die Beamten zudem eine geringe Menge Crystal Meth sicher. Der Beschuldigte wurde umgehend in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.
Beute in Wien verkauft
Wie die finalen Ermittlungen ergaben, gehen insgesamt 39 Einbruchsdiebstähle bzw. Diebstähle von E-Scootern und E-Bikes sowie zwei Diebstähle von Geldbörsen auf das Konto des 50-Jährigen. Die gestohlenen Zweiräder soll er in Wien weiterverkauft haben, um mit dem Erlös unter anderem seinen eigenen Drogenkonsum zu finanzieren.