Großeinsatz im Bezirk Hollabrunn: 130 Feuerwehrleute im Einsatz
Ein brennender Holzstoß in Zemling entwickelte sich am Samstagnachmittag zu einem Großeinsatz mit fünf Brandstellen. Zwölf Feuerwehren mit 130 Kräften standen im Einsatz.
Was kurz vor 15 Uhr im Raum Zemling (Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich) als brennender Holzstoß begann, entwickelte sich rasch zu einem Großeinsatz. Bereits Minuten nach der ersten Alarmierung für die Feuerwehren Zemling, Mühlbach und Hohenwarth wurde eine zweite Brandstelle in unmittelbarer Nähe entdeckt. Einsatzleiter Mario Hertlein reagierte sofort und erhöhte auf Alarmstufe 3.
Nachalarmierung
Die frühzeitige Nachalarmierung erwies sich als entscheidend, da kurz darauf zwei weitere Feuer ausbrachen. Um den Überblick über die unübersichtliche Lage zu behalten, kamen die Drohneneinheiten aus Hollabrunn und Maissau zum Einsatz. Mit Erfolg: „Der Einsatz der beiden Drohneneinheiten erwies sich als besonders wertvoll. Wir konnten uns nicht nur rasch einen Überblick über die gesamte Lage verschaffen, sondern mithilfe der Drohnen sogar einen fünften Brandherd entdecken, der vom Boden aus zunächst nicht erkennbar war“, berichtet Christian Kloiber, Leiter der Drohnengruppe.
Fordernder Einsatz
Die Bekämpfung gestaltete sich teils extrem aufwendig. Während drei Brandherde rasch mittels Tanklöschfahrzeugen gelöscht wurden, forderten ein großes Rundholzlager sowie ein schwer zugänglicher Einsatzort die Errichtung sehr langer Löschwasserleitungen. Dennoch verhinderten die Einsatzkräfte ein Überspringen der Flammen auf den angrenzenden Wald. Bei dem Einsatz feierte zudem die neu aufgestellte Unterstützungseinheit ihre Premiere. Christian Holzer unterstützte die Leitung im Kommandofahrzeug, während Markus Zahlbrecht und Horst Miltner (Waldbrandgruppe) als Bereichsleiter fungierten. Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Schwingl und sein Stellvertreter Josef Baumeister zeigten sich beeindruckt von der Leistung.
„Brand aus“ im Bezirk Hollabrunn
Gegen 19 Uhr konnte schließlich für alle fünf Stellen „Brand aus“ gemeldet werden. Insgesamt standen elf Feuerwehren (darunter auch Hollabrunn, Maissau, Eggendorf am Walde, Ebersbrunn, Bösendürnbach, Rohrbach, Ravelsbach, Gars am Kamp und Stettenhofen) sowie das Rote Kreuz und Polizei im Einsatz. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.