Junge Oberösterreicherin (22) wollte Leben retten: „Vier Jahre später kam der Anruf“
Als Schülerin registrierte sich Antonia (22) aus Mauthausen mit einem Typisierungsset für die Stammzellspende. Vier Jahre später kam der Anruf, der alles veränderte und einer Frau in Nordamerika neue Hoffnung auf Leben schenkte.
Als Antonia 2021 im Biologieunterricht erstmals vom Thema Stammzellspende hörte, war ihr schnell klar, dass sie sich registrieren lassen möchte. Kurz darauf wurde ihr die Organisation Geben für Leben auf Instagram vorgeschlagen. Sie bestellte ein Typisierungsset nach Hause, führte den Wangenabstrich durch und ließ sich in die Spenderdatei aufnehmen. Damals dachte sie nicht daran, dass sie nur wenige Jahre später tatsächlich als passende Spenderin infrage kommen würde.
Die Nachricht kam überraschend
Ende August 2025 erhielt die 22-Jährige die Nachricht, dass sie als mögliche Stammzellspenderin für eine Patientin gesucht wird. „Zunächst war ich sehr überrascht, da die Wahrscheinlichkeit ja doch eher gering ist“, erzählt Antonia. Gleichzeitig habe sie sich sehr gefreut und ihre Zusage sofort gegeben. Vor der Spende war sie dennoch etwas nervös. Vor allem die Vorbereitung mit den G-CSF-Spritzen beschäftigte sie. Erfahrungsberichte anderer Spenderinnen und Spender halfen ihr jedoch, sich auf die Situation einzustellen.
Spende verlief unkompliziert
Ende November begann die finale Phase: Fünf Tage lang verabreichte sich Antonia die notwendigen Spritzen selbst. Größere Beschwerden blieben aus. Lediglich am letzten Tag verspürte sie leichte Rückenschmerzen. Die Stammzellen wurden anschließend im AKH Wien gesammelt. Nach rund viereinhalb Stunden waren genügend Stammzellen für die Patientin gewonnen. „Die Spende selbst verlief entspannt, und das Team vom AKH Wien hat sich super um mich gekümmert“, berichtet Antonia. Auch nach dem Eingriff fühlte sie sich rasch wieder fit.
Hoffnung für eine Frau in Nordamerika
Für Antonia war die Spende mit überschaubarem Aufwand verbunden. Für die Empfängerin in Nordamerika kann sie hingegen von unschätzbarer Bedeutung sein. Besonders dankbar zeigt sich die junge Mauthausnerin für die Unterstützung während des gesamten Prozesses: „Vielen lieben Dank an das sympathische Team des AKH sowie an die lieben Mitarbeiter:innen von Geben für Leben für die äußerst tolle Betreuung!“