Nach Femizid: Lehrer soll Stunden neben toter Kollegin verbracht haben
Nach dem gewaltsamen Tod einer 28-jährigen Lehrerin in Oberösterreich kommen weitere Details ans Licht. Laut einem Medienbericht soll sich der mutmaßliche Täter noch stundenlang am Tatort aufgehalten haben.
Der Fall erschütterte weit über Oberösterreich hinaus: Eine 28-jährige Lehrerin wurde Mitte Juni in einer Schule in Taufkirchen an der Pram getötet. Unter Verdacht steht ein 29-jähriger Lehrerkollege, der nach der Tat Suizid begangen haben soll. Die Ermittler gehen derzeit von einem Gewaltverbrechen aus, als mögliches Motiv wird Eifersucht beziehungsweise unerwiderte Liebe genannt.
Stundenlang in der Schule geblieben
Wie die Zeitung „Heute“ berichtet, soll sich der mutmaßliche Täter nach der Tat noch längere Zeit in der Schule aufgehalten haben. Demnach soll er sich von 13.30 bis etwa 17 Uhr bei der Leiche der 28-jährigen Lehrerin in der Schulbibliothek aufgehalten haben, bevor er den Tatort verließ. Die genauen Abläufe werden derzeit noch von den Ermittlern geprüft.
Eifersucht als Motiv?
Die 28-Jährige wurde laut Ermittlern in der Bibliothek der Schule getötet. Der Tatverdächtige soll die Frau mit einer Stichwaffe und einer Schusswaffe attackiert haben. Anschließend verließ er den Tatort mit dem Auto. Wenig später wurde er rund 22 Kilometer entfernt tot in seinem Fahrzeug gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass Eifersucht und verschmähte Liebe das Motiv gewesen sein könnten. Ein Liebespaar seien die beiden Lehrkräfte laut Ermittlern jedoch nie gewesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.