Cyberangriff auf Arbeiterkammer: Mitglieder-Daten könnten betroffen sein
Cyberkriminelle haben die IT-Systeme der Arbeiterkammer Oberösterreich angegriffen und Zugriff auf Daten erlangt. Ob auch persönliche Mitgliederdaten betroffen sind, ist noch unklar. Die AK warnt nun vor Betrugsversuchen.
Die Arbeiterkammer Oberösterreich ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte Täter verschafften sich Zugriff auf Teile der IT-Systeme. Noch ist unklar, in welchem Umfang dabei personenbezogene Daten von Mitgliedern betroffen sind. Die AK warnt nun vor möglichen betrügerischen Nachrichten.
Cyberangriff auf Arbeiterkammer Oberösterreich am 10. August
Wie die Arbeiterkammer Oberösterreich am Sonntag mitteilte, erfolgte der Angriff bereits am Montag, dem 10. August. Cyberkriminelle hätten sich Zugriff auf Teile der IT-Systeme verschafft. Nach Bekanntwerden des Angriffs habe die AK umgehend die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet. Auch die Datenschutzbehörde sei informiert worden. Die gesamte Daten- und IT-Infrastruktur wurde laut AK unverzüglich in eine abgeschottete Umgebung transferiert.
Angreifer hatten Zugriff auf Daten
Mittlerweile steht fest, dass die Angreifer Zugriff auf Daten erlangt haben. Wie groß das Ausmaß ist, lässt sich derzeit allerdings nicht feststellen. Als Grund nennt die Arbeiterkammer eine gezielte Spurenverwischung durch die Täter. Daher könne aktuell auch nicht geklärt werden, ob und welche personenbezogenen Mitgliederdaten konkret betroffen sind. „Wir gehen daher vorsorglich davon aus, dass Ihre bei uns gespeicherten Daten betroffen sein könnten, und informieren Sie entsprechend“, teilt die Arbeiterkammer Oberösterreich am Sonntag mit.
Mitglieder werden per Post informiert
Alle Mitglieder sollen in den kommenden Tagen diesbezüglich ein Schreiben per Post erhalten, heißt es weiter. Darin will die Arbeiterkammer über die wichtigsten Informationen im Zusammenhang mit dem Cyberangriff und einem möglichen Datenabfluss informieren. Die Benachrichtigung erfolgt laut AK gemäß Artikel 34 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
AK warnt vor betrügerischen Nachrichten
Besondere Vorsicht ist nun bei verdächtigen SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails geboten. Die AK warnt ihre Mitglieder davor, auf Nachrichten zu reagieren, die vermeintlich von der Arbeiterkammer Oberösterreich stammen und etwa Zahlungen oder Gewinne versprechen. „Diese stammen nicht von uns“, stellt die AK klar. Keinesfalls sollten Daten zur Autorisierung einer Bankverbindung bekannt gegeben werden. Die Arbeiterkammer betont zudem, ihre Mitglieder derzeit weder wegen Auszahlungen aus Bonusaktionen noch im Zusammenhang mit Gewinnspielen zu kontaktieren.
Bei Auffälligkeiten Kontakt aufnehmen
Wer in den kommenden Wochen ungewöhnliche oder verdächtige Nachrichten bemerkt, sollte besonders aufmerksam sein und keine sensiblen Daten preisgeben. Betroffene beziehungsweise Mitglieder, denen etwas Ungewöhnliches auffällt, können sich direkt an die Arbeiterkammer Oberösterreich wenden. Als Kontaktmöglichkeiten nennt die AK die E-Mail-Adresse mitglieder@akooe-mail.at sowie die Telefonnummer 050 6906-1615.