Tornado zieht durch Eferding und deckt Hausdach ab
Nur wenige Minuten dauerte das Unwetter im oberösterreichischen Eferding, doch in einer Wohnsiedlung hinterließ es deutliche Spuren. Laut GeoSphere Austria handelte es sich um einen Tornado.
Am Montagabend, dem 17. August, wurde eine Wohnsiedlung in Eferding von einem heftigen Sturm getroffen. Das Unwetter dauerte laut ORF nur etwa zwei bis drei Minuten. Ein Anrainer berichtete, dass der starke Wind innerhalb weniger Sekunden eingesetzt habe. Dabei wurde das Dach eines benachbarten Hauses weggerissen. Teile davon verteilten sich anschließend in der Umgebung.
Drei Gewitterzellen
Während viele Regionen Oberösterreichs vergleichsweise glimpflich davonkamen, traf es Eferding deutlich stärker. Nach Angaben des ORF dürften drei Gewitterzellen von Westen her über Oberösterreich gezogen sein. Über Eferding entwickelten sie besonders große Kraft. Wetterexperte Josef Haslhofer von GeoSphere Austria erklärte gegenüber dem ORF, dass genau dort die stärksten Auswirkungen zu beobachten gewesen seien.
Nur kleines Gebiet
Für einen Tornado spricht laut Haslhofer vor allem das sehr begrenzte Schadensgebiet. Solche Wirbelstürme bestehen nur kurze Zeit und können deshalb auf engem Raum besonders heftige Windgeschwindigkeiten bringen. Gegenüber dem ORF erklärte der Experte, dass die größten Schäden in einem kleinen Bereich aufgetreten seien. In Richtung Linz habe es zwar ebenfalls Schäden gegeben, diese seien jedoch weniger stark ausgefallen.
Tornados sind selten
Tornados kommen in Österreich laut GeoSphere Austria nur selten vor. Haslhofer spricht gegenüber dem ORF von Ereignissen, die höchstens alle paar Jahre auftreten. In Eferding blieb es diesmal bei Schäden in einer kleinen Wohnsiedlung. Deutlich stärkere Tornados könnten laut dem Wetterexperten hingegen ganze Ortschaften schwer treffen oder sogar Lastwagen von der Straße heben.