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/ ©LPD Makowecz
Symbolfoto von 5min.at: Spezialeinheit stürmt ein Gebäude.
Ein Notruf wegen einer mutmaßlichen Bedrohung löste im Bezirk Schärding einen Cobra-Einsatz aus.

Cobra-Einsatz in Schärding: 66-Jähriger nach Notruf festgenommen

Ein Notruf einer 20-Jährigen hat am Dienstag im Bezirk Schärding einen Großeinsatz ausgelöst. Die Cobra nahm einen 66-Jährigen fest. Später ergaben die Einvernahmen ein anderes Bild der zunächst gemeldeten Bedrohung.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(291 Wörter)
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Am Dienstag, dem 18. August 2026, meldete sich eine 20-Jährige aus dem Bezirk Schärding gegen 13 Uhr telefonisch bei der Polizei. Sie gab an, dass sie und ihre 58-jährige Mutter vom 66-jährigen Ehemann der Mutter in der Wohnung festgehalten würden. Dabei soll laut der ersten Anzeige indirekt mit Waffengewalt gedroht worden sein. Zudem wurde der Polizei mitgeteilt, dass der Mann stets ein Messer bei sich oder in Griffweite hat und vier Schusswaffen besitzt. Mehrere Polizeistreifen machten sich daraufhin auf den Weg zur Wohnung.

Cobra rückte an

Vor Ort richteten die Einsatzkräfte eine Einsatzzentrale ein. Auch das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe wurden beigezogen. Rund drei Stunden nach dem Notruf kam Bewegung in den Einsatz: Kurz vor 16 Uhr nutzte die 20-Jährige eine Gelegenheit und sprang aus einem ebenerdigen Fenster. Unmittelbar danach griff die Cobra zu. Der 66-Jährige wurde gegen 16 Uhr festgenommen. Verletzt wurde während des gesamten Einsatzes niemand.

Waffen sichergestellt

Nach der Festnahme wurde die Wohnung durchsucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte die vier zuvor genannten Schusswaffen und stellten sie sicher. Laut Landespolizeidirektion Oberösterreich hatte der 66-Jährige diese legal besessen. Zusätzlich entdeckten die Beamten einen Totschläger, bei dem es sich um eine verbotene Waffe handelt. Auch zahlreiche Messer, Munition und Waffenteile wie Magazine wurden sichergestellt.

Einvernahme änderte Bild

Bei den anschließenden Einvernahmen stellte sich laut Polizei heraus, dass gegenüber den beiden Frauen weder direkt noch indirekt Waffengewalt angedroht worden war. Damit bestätigte sich dieser Teil der ursprünglichen Anzeige nicht. Gegen den 66-jährigen deutschen Staatsangehörigen wurden dennoch ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Ried angezeigt.

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