Drei Tote nach Legionellen-Ausbruch in Linz
Der Legionellen-Ausbruch in Linz hat schwere Folgen: Drei Erkrankte sind gestorben. Insgesamt wurden bereits 26 Fälle bekannt. Bei der Suche nach der Ursache gibt es eine erste Spur.
In Linz steigt die Zahl der bekannten Legionellen-Erkrankungen weiter. Wie die „Kronen Zeitung“ am Donnerstag, dem 20. August, unter Berufung auf das Land Oberösterreich, den Magistrat Linz und die AGES berichtet, sind innerhalb eines Monats insgesamt 26 Menschen erkrankt. Für drei Betroffene endete die Infektion tödlich. Bei Legionellose handelt es sich um eine schwere Lungenentzündung, die auch einen tödlichen Verlauf nehmen kann.
Behandlung im Spital
24 der Erkrankten leben laut Bericht in Oberösterreich. Sie mussten alle stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Bei einem Teil der Patienten war wegen des schweren Krankheitsverlaufs auch eine Betreuung auf der Intensivstation erforderlich. Zwei weitere Erkrankte leben im Ausland, hatten sich vor ihrer Infektion allerdings in Linz aufgehalten.
Mehr als 150 Proben
Parallel dazu läuft die Suche nach der möglichen Infektionsquelle. Mehr als 150 Umweltproben wurden laut „Kronen Zeitung“ bereits zur Untersuchung an die AGES in Wien geschickt. Sie stammen unter anderem aus Wohnungen von Erkrankten, Kühltürmen in Linz und Umgebung, Springbrunnen sowie Waschanlagen. Mehr als 80 dieser Untersuchungen waren zum Zeitpunkt des Berichts bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden den zuständigen Behörden übermittelt.
Spur zu Kühltürmen
Bei den Untersuchungen wurden Legionellen in Kühltürmen eines Unternehmens an der Wiener Straße nachgewiesen. Die betroffenen Anlagen wurden daraufhin umfassend gereinigt und desinfiziert. Diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Der weitere Betrieb wird nach Angaben der Behörden engmaschig kontrolliert.
Zusammenhang offen
Noch ist allerdings nicht geklärt, ob die belasteten Kühltürme tatsächlich für den aktuellen Ausbruch verantwortlich sind. Genau dieser mögliche Zusammenhang wird derzeit geprüft. Damit steht zwar eine mögliche Quelle im Fokus der Ermittlungen, eine endgültige Ursache für die Erkrankungen ist bisher aber nicht bestätigt.