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Bild auf 5min.at zeigt eine Katze.
Zwei Katzenbabys wurden in Ostermiething aus einem Müllcontainer gerettet.

Acht Wochen alte Katzenbabys in Müllcontainer entsorgt

Schockierender Fund im oberösterreichischen Ostermiething: Aus einem Müllcontainer waren verzweifelte Katzenbabys zu hören. Zwei erst rund acht Wochen alte Tiere wurden gerettet.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(389 Wörter)
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Ein Fund in Ostermiething (Bezirk Braunau) sorgt derzeit für Entsetzen bei Tierschützern. Bewohner eines Wohnblocks hörten vor wenigen Tagen plötzlich verzweifelte Schreie aus einem Müllcontainer. Als sie nachsahen, machten sie eine schockierende Entdeckung: Im Container befanden sich zwei junge Katzen. Die erst rund acht Wochen alten Tiere wurden von den Findern gerettet und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen gebracht.

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„Es reicht jetzt wirklich!“

Für Johanna Stadler, Chefin der Pfotenhilfe, ist der Fall ein weiterer Beleg für massive Probleme beim Tierschutz. Sie fordert nun ein härteres Vorgehen gegen Tierhalter, die ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. „Es reicht jetzt wirklich! Wir brauchen endlich eine Chippflicht und Kontrollen! Die Skrupellosigkeit von Tierquälern kennt keine Grenzen mehr“, sagt Stadler. Besonders schockiert zeigt sie sich darüber, dass die beiden Katzenbabys einfach in einem Müllcontainer zurückgelassen wurden. „Das ist wirklich tiefstes Mittelalter und so etwas passiert nicht irgendwo im fernen Ausland, sondern jetzt und hier mitten unter uns in der direkten Nachbarschaft!“, kritisiert die Pfotenhilfe-Chefin.

Katzen hätten sterben können

Nach Einschätzung der Tierschutzorganisation hätte die Tat für die beiden Tiere tödlich enden können. „Der Täter hat bewusst in Kauf genommen, dass diese hilflosen Babys da drin ersticken, verdursten, verhungern oder sogar von der Müllpresse zerquetscht werden!“, so Stadler. Die beiden Katzen befinden sich inzwischen in Sicherheit.

Pfotenhilfe fordert Chippflicht und Kontrollen

Die Tierschutzorganisation sieht den Fall auch als Folge nicht kastrierter Katzen und fordert deshalb politische Konsequenzen. „Das Tierschutz-Ministerium muss jetzt endlich handeln und sowohl eine Chippflicht für alle Katzen einführen als auch routinemäßige, engmaschige Kontrollen bei privaten Tierhaltern“, fordert Stadler. Sie kritisiert zudem, dass es aus ihrer Sicht seit dem Amtsantritt der aktuellen Bundesregierung keine ausreichenden Fortschritte beim Tierschutz gegeben habe. Dabei verweist die Pfotenhilfe auch auf die Belastung für Tierschutzeinrichtungen. Neben dem Leid der Tiere würden diese einen erheblichen Teil der Kosten tragen, die durch solche Fälle entstehen.

Zeugen gesucht

Die Pfotenhilfe sucht nun nach Personen, die Hinweise zur Entsorgung der beiden Katzenbabys geben können. Für die Tat drohen laut Tierschutzorganisation bis zu zwei Jahre Gefängnis. Wer etwas beobachtet hat oder Angaben zum Fall machen kann, wird gebeten, sich über das Kontaktformular der Pfotenhilfe zu melden.

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