Klingelstreiche eskalieren: 64-Jähriger richtet Gewehr auf Gruppe
Im Bezirk Perg (Oberösterreich) endeten Klingelstreiche am Freitagabend mit einem Polizeieinsatz. Ein 64-Jähriger richtete ein Luftdruckgewehr auf vier Nachtschwärmer - wenig später wurde die Waffe sichergestellt.
Vier Nachtschwärmer aus dem Bezirk Perg waren am Freitag, dem 28. August, gegen 23.45 Uhr unterwegs und führten Klingelstreiche durch. Zur selben Zeit kam ein 27-jähriger Bewohner des betroffenen Gebäudes nach Hause. Er bemerkte die Gruppe und sprach sie auf ihr Verhalten an. Vor der Haustüre entwickelte sich daraufhin eine verbale Auseinandersetzung. Der Lärm blieb im Haus nicht unbemerkt. Der 64-jährige Vater des 27-Jährigen, der ebenfalls in dem Gebäude wohnt, wurde dadurch geweckt. Als er seinen Sohn bei der Auseinandersetzung sah, nahm er sein Luftdruckgewehr und ging damit vor das Haus. Dort repetierte er laut Polizei einmal, ohne Munition in das Patronenlager einzuführen.
64-Jähriger richtete Gewehr auf Gruppe
Anschließend richtete der 64-Jährige das Gewehr in Richtung der Nachtschwärmer. Die vier Personen entfernten sich daraufhin und verständigten den Notruf. Als die Polizei eintraf, befanden sich sämtliche Beteiligten wieder vor dem Haus. Laut Landespolizeidirektion Oberösterreich waren sie wegen des vorangegangenen Vorfalls sichtlich aufgebracht.
Waffe sichergestellt
Die Beamten trennten die beteiligten Personen voneinander und befragten sie jeweils zum Vorfall. Das Luftdruckgewehr wurde von der Polizei sichergestellt. Für den 64-Jährigen hatte der Einsatz weitere Folgen. „Gegen den 64-Jährigen wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen und er wird angezeigt“, so die Landespolizeidirektion Oberösterreich.