„Quietschende Hilfeschreie“ führen Fischer zu gefangenem Biber
Ein Biber geriet bei einem Traunkraftwerk in Bad Goisern (Oberösterreich) in eine missliche Lage. Fischer hörten die Hilferufe des Tieres und alarmierten die Feuerwehr.
Zu einer tierischen Rettungsaktion wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern am Donnerstag, 17. September 2026, gerufen. Ein Biber war im Bereich eines Traunkraftwerks in der Ortschaft Gschwandt in ein betoniertes Becken geraten und konnte sich daraus nicht mehr selbst befreien.
Fischer hörten Hilferufe
Auf die Notlage des Tieres wurden laut Feuerwehr mehrere Fischer aufmerksam. Sie hörten „quietschende Hilfeschreie“ und sahen daraufhin im Bereich des Kraftwerks nach. Dabei entdeckten sie den Biber tief unten in einem betonierten Kraftwerksbecken. Wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern berichtet, dürfte das Tier über eine Betonmauer in das wasserlose Becken gestürzt sein. Die hohen Wände machten es dem Biber anschließend unmöglich, wieder hinauszukommen.
Feuerwehr steigt in Becken hinab
Die alarmierten Feuerwehrleute machten sich daraufhin an die Rettung des Tieres. Mit Steckleitern stiegen zwei Einsatzkräfte in das Becken hinunter. Dort konnten sie den Biber vorsichtig aufnehmen. Das Tier wirkte bereits deutlich geschwächt und leistete den Angaben zufolge kaum Widerstand. Die Feuerwehr brachte den Biber anschließend über die Leiter aus dem Becken und über einen betonierten Kanal zurück zum Wasser.
Biber wieder in Freiheit
Schließlich konnte der Nager wieder in seinem natürlichen Lebensraum ausgesetzt werden. Dort zeigte sich offenbar schnell, dass die Rettung erfolgreich verlaufen war: Der Biber schnappte sich laut Feuerwehr „sogleich ein schwimmendes Holzstück“. Damit endete der ungewöhnliche Einsatz für die Feuerwehr Bad Goisern mit einem glücklichen Ausgang.