200 Passagiere auf einem brennenden Schiff: Großübung auf der Donau
Bei einer Großübung trainierten rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserpolizei und Schifffahrtsaufsicht am Sonntag auf der Donau im Bezirk Perg den Ernstfall: ein brennendes Passagierschiff mit vielen Verletzten.
Rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserpolizei und Schifffahrtsaufsicht probtem am Sonntag, dem 27. September 2026, auf der Donau im Bezirk Perg den Ernstfall. Allein das Oberösterreichische Rote Kreuz stellte 180 Mitwirkende aus Rettungs- und Katastrophenschutz, Krisenintervention sowie der Unfalldarstellung für die Übung „TRITON26“.
Die Großübung forderte das Zusammenspiel aller Kräfte
Rauch über der Donau, ein Brand auf einem Passagierschiff und zahlreiche Menschen, die
rasch in Sicherheit gebracht und versorgt werden mussten: Das Übungsszenario verlangte den Einsatzkräften alles ab. Bei einem Schiffbrand auf der Donau übernahm die Feuerwehr die Brandbekämpfung sowie die Evakuierung, während das Oberösterreichische Rote Kreuz die Verletzten sichtet, medizinisch versorgte und per Rettungshubschrauber abtransportierte. Parallel betreuten Kriseninterventionsteams die Betroffenen und Angehörigen.
„Im Ernstfall zählt jede Minute – und eine Großschadenslage bewältigt keine Einsatzorganisation allein. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Organisationen ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen und als eingespieltes System funktionieren. Genau das trainieren wir bei TRITON26.“ Reinhard Schmidt, Landesrettungskommandant
Statisten sorgten für realitätsnahe Bedingungen
Eine besondere Herausforderung war der Einsatz auf dem Wasser: Nach der Evakuierung vom Schiff wurden die Verletzten an Land übernommen, gesichtet und versorgt. Für maximale Realität sorgten etwa 200 Statisten mit detailgetreu geschminkten Verletzungen der Realistischen Unfalldarstellung des Roten Kreuzes. Ziel der vom Bezirksfeuerwehrkommando Perg organisierten Übung war es, die Zusammenarbeit und Abläufe aller Organisationen zu testen. Die Erkenntnisse fließen nun direkt in die künftige Einsatzplanung und Ausbildung ein.