Kürzung der Pensionserhöhung spaltet Österreicher: „Das stört mich…“
Um maximal 67,50 Euro brutto werden die Pensionen 2026 in Österreich erhöht. Kritik an diesem Deckel gibt es nicht nur von Pensionistenvertretern sondern auch aus der Bevölkerung. Wir haben uns auf der Straße umgehört.
Weniger als eigentlich geplant und üblich bekommt ein Drittel der Pensionisten in Österreich ab Jänner 2026 als Erhöhung der monatlichen Auszahlungen. Das hat Sozialministerin Korinna Schumann vor einer Woche bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Bei den Pensionserhöhungen hierzulande wird nämlich kräftig gespart, „verdient“ man mehr als 2.500 Euro brutto, gibt es nur einen Pauschalbetrag als Plus. Während alle darunter also die volle Inflation von 2,7 Prozent abgegolten bekommen, wird das prozentuelle Plus für all jene, die mehr Geld bekommen, immer weniger. Eine Grafik zeigt das recht gut.
Was die Pensionserhöhung 2026 in Österreich konkret bedeutet
Konkret bedeutet das, dass das Plus bei der Auszahlung 67,50 Euro im Monat nicht übersteigen wird. Auch netto macht man damit keine großen Sprünge, das Plus bleibt auch hier ab einer Brutto-Pension von 2.500 Euro im Monat in etwa gleich. Was ihr genau mehr bekommt, könnt ihr übrigens hier nachlesen: Pensionserhöhung 2026: Neue Tabelle zeigt, wie viel mehr du bekommst. Wir haben uns nun auf der Straße umgehört und herausgefunden, was ihr von dieser Kürzung der Pensionserhöhung für ein Drittel der Pensionisten haltet.
Was die Menschen an der Pensionserhöhung bemängeln
Gleich mehrere Personen haben wir dafür erreicht, während einige „kein Problem“ damit haben, bemängeln andere wieder die Art und Weise, wie es kommuniziert wird. Wieder andere finden den eingesetzten Deckel bei 67,50 Euro nicht fair. Ein Pensionist empfindet es allgemein als Frechheit, dass nur um 2,7 Prozent erhöht wird. „Mindestens einen Prozent mehr“, fordert er. Die durchschnittliche Pension sei für Mieten, Energie und Co. „viel zu wenig“.
„Mehr könnt’s natürlich immer sein“
Prinzipiell kein Problem mit der vorhandenen Anpassung hat ein Passant, der „eine sehr gute Pension“ hat. Aber: „Mehr könnt’s natürlich immer sein.“ Ein anderer Mann kritisiert vor allem die Art und Weise, wie die Kommunikation mit der Bevölkerung abläuft: „Sie sollen einfach mal sagen, wo der Schlamassel hergekommen ist und warum das alles so ist. Dann könnte man sagen ‚okay, wir leisten unseren Beitrag‘. So ist es immer ein bisschen verwaschen, das stört mich.“ Ansonsten fände er die geringere Erhöhung für manche „okay, duldbar“.
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Pensionserhöhung: „Es sollten alle 2,7 Prozent bekommen“
Ein anderer Pensionist findet es „nicht gerecht“. Und weiter: „Es sollten alle 2,7 Prozent bekommen.“ Er meint, man könne zwar schon bei den Pensionen sparen, dann müsse man allerdings das System verändern. Seine Forderung: „Man muss die richtigen Schritte machen und nicht so Pseudoreformen.“
„Es müssen auch die Pensionisten ihren Beitrag dazu leisten“
Doch es gibt auch Menschen, die mit dem Deckel bei der Pensionserhöhung weniger Probleme haben. „Es passt, wir müssen sparen, es hilft nichts“, meint eine Passantin gegenüber 5 Minuten. Eine weitere erklärt: „Irgendwo muss eingespart werden und es müssen auch die Pensionisten ihren Beitrag dazu leisten.“ Bei einem Punkt sind sich aber die allermeisten einig: Sie würden es lieber sehen, wenn bei den Politikern – angesprochen wurden Gehälter, teure Dienstreisen und große Autos – und bei den Beamten gespart wird. Bei Letzteren steht die bereits beschlossene Gehaltserhöhung ja auch auf der Kippe. Alles dazu hier: Erst Pensionisten, jetzt Beamte: Wird Gehaltsabschluss aufgeschnürt?