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Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Pensionistin, die das Wort "Pension" auf einem Zettel hochhält und im Vordergrund Geldscheine.
Zahlreiche Maßnahmen kosten den Pensionisten hierzulande teils bis zu mehrere hundert Euro.

Pensionen in Österreich: Kürzungen, Reformen und was noch so geplant ist

Eine Maßnahme nach der anderen gibt es seitens der Regierung für Österreichs Pensionisten. Manche davon sollen die Ältesten entlasten, andere bedeuten weniger Geld am Konto. Alle Maßnahmen findet ihr hier im Überblick.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
4 Minuten Lesezeit(806 Wörter)
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Zahlreiche Maßnahmen wurden von der Regierung beschlossen, die zum Lösen der Budgetproblematik und dem Schließen des Lochs in der Haushaltskasse beitragen sollen. Mehrere dieser zielen auch auf den Pensionsbereich ab, Pensionisten müssen seit Juni und vor allem dann ab Jänner mit einigen hundert Euro weniger als geplant am Konto auskommen. Wir geben euch hier einen Überblick über die Maßnahmen, die die Ältesten in Österreich betreffen.

KV-Beiträge für Pensionisten erhöht – hunderte Euro weniger

Bereits mit Juni 2025 bzw. mit 1. Juli hat die erste Maßnahme gegriffen – und dabei handelte es sich direkt um einen großen Brocken, der Pensionisten deutlich über 100 Euro, teils mehr als 200 Euro im Jahr kosten sollte: die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge von 5,1 auf sechs Prozent. Betroffen waren davon rund um den 1. Juli allerdings noch nicht alle. Mindestpensionisten und Bezieher eines Ausgleichszulagen-Familienrichtsatzes werden von dieser Regelung erst ab 1. Jänner 2026 betroffen sein, wie das Sozialministerium auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt. Grund dafür sei, dass man ihnen keine Mehrbelastung unter dem Jahr zumuten wolle. Bernhard Angeler von der Webentwicklungsfirma „BAWS“, die einen Finanzrechner entwickelt haben, hat 5 Minuten einige Werte zur Verfügung gestellt. In der folgenden Tabelle könnt ihr nachschauen, was die KV-Beitragserhöhung für euch bedeutet.

Brutto pro MonatNetto pro Monat (5 Prozent KV)Mit 6 Prozent KVMehrbelastung pro Jahr
1.2001.1391.128151
1.5001.4241.410187
1.7001.5961.584176
2.0001.8011.790163
2.5002.0842.071203
3.0002.3952.376278
3.5002.6932.675286
4.0002.9782.957327

Pensionserhöhungen in Österreich gedeckelt

Eine weitere Maßnahme, die knapp ein Drittel der Pensionisten ab Jänner 2026 am Konto „spüren“ wird, sind die teils geringeren Pensionserhöhungen. Ab einer Brutto-Pension von 2.500 Euro wird nämlich „nur noch“ um den fixen Wert von 67,50 Euro erhöht. Heißt: Ab diesem Gehalt, bekommt man nicht mehr aufs Konto als eben jene 67,50 Euro brutto. Alle Infos dazu findet ihr unter anderem hier: Pensionserhöhung 2026: Neue Tabelle zeigt, wie viel mehr du bekommst. Vor allem Bezieher höherer Pensionen werden so also gleich doppelt belastet. Wir haben auf der Straße nachgefragt, was die Menschen davon halten. Alles dazu findet ihr auch hier: Kürzung der Pensionserhöhung spaltet Österreicher: „Das stört mich…“. Was das übrigens als Plus am Konto für dich bedeutet, erfahrt ihr in der folgenden Infobox.

Brutto 2025 (in Euro)Brutto 2026 (in Euro)Netto-Plus (in Euro)Erhöhung in Prozent
1.3001.335,1032,992,7
1.4001.437,8035,532,7
1.5001.540,5038,072,7
1.6001.643,2040,612,7
1.7001.745,9039,872,7
1.8001.848,6041,892,7
1.9001.951,3041,972,7
2.0002.05441,932,7
2.1002.156,7043,442,7
2.2002.259,4044,952,7
2.3002.362,1046,462,7
2.4002.464,8047,972,7
2.5002.567,5049,472,7
2.6002.667,5049,472,6
2.7002.767,5049,462,5
2.8002.867,5051,392,41
2.9002.967,5051,392,33
3.0003.067,5051,392,25
3.1003.167,5051,392,18
3.2003.267,5050,232,11
3.3003.367,5050,232,05
3.4003.467,5050,221,99
3.5003.567,5050,231,93
3.6003.667,5050,231,88
3.7003.767,5050,231,82
3.8003.867,5050,231,78
3.9003.967,5050,221,73
4.0004.067,5050,231,69
4.1004.167,5050,231,65
4.2004.267,5050,231,61
4.3004.367,5050,231,57
4.4004.467,5050,221,53
4.5004.567,5050,231,5
4.6004.667,5050,221,47
4.7004.767,5050,231,44
4.8004.867,5050,231,41
4.9004.967,5050,231,38
5.0005.067,5050,231,35

E-Card-Gebühr wird ab November 2026 eingeführt

Ab dem Beitragsjahr 2027 – also im November 2026 – wird auch die e-Card-Gebühr von in diesem Jahr 25 Euro auf Pensionisten ausgeweitet. Diese wird ab dann auch direkt von der Auszahlung abgezogen, im November gibt es im kommenden Jahr also weniger Geld aufs Konto. Mehr dazu hier: Österreichs Pensionisten wird neue Gebühr aufgebrummt.

Wer bald früher in Pension gehen könnte

Doch nicht nur neue Gebühren und Kürzungen in unterschiedlichsten Bereichen sind geplant. Pflegeberufe sollen etwa im kommenden Jahr früher in Pension gehen dürfen, wenn sie eine gewisse Anzahl an Beitragsjahren auf dem „Buckel“ haben. Gegenfinanziert wird das durch Neuregelungen und Minderauszahlungen bei der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension. Zusätzlich soll dabei die Verordnung für Schwerarbeitsberufe überarbeitet werden. „Mit dem Ziel einer Objektivierung der Kriterien zur Anerkennung von Schwerarbeit, einer adäquateren Berücksichtigung von psychischen und physischen Belastungen und besseren Anerkennung von geleistet Stunden in den Diensten“, heißt es dazu im Strategiebericht zum Doppelbudget. In der Praxis würde sich nämlich zeigen, „dass es für Menschen, die in der Pflege arbeiten, unter den gegebenen Voraussetzungen schwierig ist, die Schwerarbeitspension zu erreichen“.

Teilpension soll helfen, Menschen länger in der Arbeit zu halten

Ebenfalls geplant ist eine Teilpension. Dabei kann man ab einem gewissen Alter bzw. mit einer gewissen Anzahl an Beitragsjahren die Arbeit reduzieren und gleichzeitig schon einen Teil der Pension erhalten. Alles dazu hier: Jetzt fix: Teilpension in Österreich kommt – was das für dich bedeutet. Verschärft wird gleichzeitig mit kommendem Jahr schrittweise der Eintritt in die Korridorpension. Zudem wird für Menschen mit Pensionsantritt im kommenden Jahr und in den Jahren darauf die Pensionsaliquotierung wieder reaktiviert. Sie wird dann für alle 50 Prozent betragen. Pensionisten sehen dann von ihrer ersten Pensionserhöhung also nur noch die Hälfte.

Diese Entlastungsmaßnahmen sind für Pensionisten in Österreich geplant

Neben vielen Maßnahmen, wo Pensionisten draufzahlen müssen, gibt es aber auch welche, wo so mancher effektiv profitieren könnte. Als Ausgleichsmaßnahme für die KV-Beitragserhöhung wird nämlich etwa die „Anhebung der Sozialversicherungs-Rückerstattung“ genannt. Ausgleichend soll auch das Einfrieren der Rezeptgebühr im kommenden Jahr und das Herabsetzen der Rezeptgebühren-Obergrenze von zwei auf 1,5 Prozent wirken – zudem soll eine Arzneimittelobergrenze eingeführt werden. Wie das aussehen könnte, hat das Sozialministerium auf Nachfrage von 5 Minuten mit Hilfe von Beispielen erläutert: Wie Pensionisten in Österreich trotz Kürzung profitieren könnten.

Budget-Maßnahmen im Pensionsbereich auf einen Blick:

Monetäre Maßnahmen:

  • e-Card-Gebühr ab November 2026 auch für Pensionisten
  • KV-Beiträge von 5,1 auf sechs Prozent erhöht
  • Pensionserhöhungen auf 67,50 Euro gedeckelt

Reformen:

  • Ausweitung der Schwerarbeitsregelung auf Pflegeberufe und Überarbeitung der Schwerarbeitsverordnung
  • Neuregelungen und Minderauszahlungen bei Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension
  • Eintritt in Korridorpension wird verschärft (Antrittsalter von 62 auf 63 Jahre, Beitragsmonate von 480 auf 504)
  • Teilpension wird eingeführt
  • Älteren-Beschäftigungspaket ist geplant
  • Pensionsaliquotierung von 50 Prozent
  • Neues Zuverdienstmodell soll Arbeiten im Alter attraktivieren
  • Altersteilzeit wird ausgestaltet
  • Beschäftigung von Personen ab dem 60. Lebensjahr soll durch Anreize deutlich angehoben werden

Entlastungsmaßnahmen:

  • Anhebung der Sozialversicherungs-Rückerstattung
  • Rezeptgebühren werden 2026 eingefroren
  • Rezeptgebühren-Obergrenze von zwei auf 1,5 Prozent herabgesetzt
  • Arzneimittelobergrenze eingeführt
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