
Ist das das Ende? 123-Transporter verliert wichtige Partner nach Klage
Der niederösterreichische Transporterverleih 123-Transporter gerät zunehmend unter Druck. Nach massiven Beschwerden und anhängigen Klagen beenden nun Obi und Hornbach die Kooperation.
Das Geschäftsmodell von 123-Transporter ist simpel: online buchen, am Parkplatz eines Kooperationspartners abholen. Doch dieses Konzept wackelt nun. Obi kündigt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Ternitz (Bezirk Neunkirchen) „zum rechtlich frühestmöglichen Zeitpunkt, also mit 30. November 2025“. Auch Hornbach, wo zuletzt ein Testlauf lief, will keine Fortsetzung: „Die Entscheidung ist das Ergebnis interner Auswertungen über den gesamten Testzeitraum“, hieß es in einem Statement. Für Kunden wolle man künftig „andere ergänzende Lösungen“ anbieten.
Hunderte Beschwerden und Klagen
Ende August wurden schwere Vorwürfe gegen 123-Transporter publik. Kundinnen und Kunden seien nicht ausreichend auf eine verpflichtende Kaution hingewiesen worden, die anschließend umständlich zurückgefordert werden musste. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hält dies für unzulässig und hat drei Verbandsklagen eingereicht. Nach Angaben des VKI reißen die Beschwerden nicht ab. „Wir verzeichnen kontinuierlich hohe Beschwerdezahlen“, so Petra Leupold, Leiterin der Abteilung Klagen. Zuletzt hätten sich zahlreiche Betroffene darüber beklagt, dass das Unternehmen eigenmächtig Strafen für angebliche Geschwindigkeitsübertretungen oder Rauchen im Fahrzeug abgebucht habe.
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Buchungsstopp in Österreich
Aktuell können in Österreich keine Fahrzeuge von 123-Transporter gebucht werden. Auf der Website des Unternehmens ist von „technischen Problemen“ die Rede. Ob dieser Ausfall mit den Vorwürfen zusammenhängt, ließ die Firma auf Anfrage unbeantwortet. In Tschechien, Ungarn und der Slowakei sind Buchungen dagegen weiterhin möglich.