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/ ©Pexels / Ketut Subiyanto
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine Frau beim Telefonieren.
Kriminellen gelingt es mittlerweile immer häufiger, echte Festnetznummern anzeigen zu lassen.

Täuschend echt: Wenn der Bankberater anruft, er es aber gar nicht ist

Aktuell bekommen in Österreich Menschen scheinbar vermehrt Anrufe von vermeintlichen Bank-Beratern - und das immer öfter von real existierenden Festnetznummern. Hinter der Masche verstecken sich allerdings Betrüger.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(355 Wörter)

„Ein derartiges Vorgehen war bisher noch nie zu beobachten“, berichtet nun die Warnseite für Betrug „Watchlist Internet„. Dabei geht es darum, dass Kriminelle das so genannte „Spoofing“ echter Festnetznummern gelingt. Dabei wird eine andere Nummer vorgetäuscht als jene, mit der man anruft. Diese echten Festnetznummern sind oft Service-Nummern von Banken. Man sollte daher nun „besonders misstrauisch und vorsichtig sein“. Wir haben hier die wichtigsten Infos für euch.

Was ist „Spoofing“?

Spoofing ist jene Betrugstechnik, bei der die Kriminellen ihre Identität verschleiern und sich als jemand vertrauenswürdiges ausgeben. Wie in diesem Fall als Bankberater.

Quelle: Watchlist Internet

Fake-Anrufe nehmen zu, mehrere Banken betroffen

Die Experten der „Watchlist Internet“ berichten von einer aktuellen Welle an entsprechenden Fake-Anrufen. Das Problem dabei: Selbst eine Recherche nach der Nummer würde vor einem Betrug nicht schützen, da diese mit der offiziellen Kontaktinformation übereinstimme. In anderen Situationen sind die Nummern zwar unbekannt und können keiner Bank zugeordnet werden, auf dem Display würde aber der Name des jeweiligen Unternehmens erscheinen. Betroffen sind demnach derzeit gleich mehrere Institute, darunter die Erste Bank, die BAWAG und Raiffeisen.

Deshalb spielen Betrüger ihre Rolle noch glaubhafter

Und die Rolle als Bankmitarbeiter können die Kriminellen sogar dank einer weiteren Betrugsmasche noch glaubhafter spielen. Laut „Watchlist Internet“ dürfte nämlich eine Verbindung zu Fake-SMS, die im Namen von „FinanzOnline“ ausgesendet worden sind, bestehen. Dort wurden persönliche Daten abgefragt, mit denen die Betrüger nun bei der aktuellen Masche noch glaubhafter wirken.

Das Ziel der Betrüger und wie sie weiter vorgehen

Das Ziel der Betrüger ist dabei, an die Konten der Opfer zu kommen. Erzählungen von angeblichen Sicherheitsproblemen werden dabei verwendet, teilweise werden die Betroffenen zur Installation einer Remote-Desktop-Software gedrängt, mit der die Betrüger vollen Zugriff auf das jeweilige Endgerät (Smartphone, Laptop etc.) haben.

Was kann ich tun, um mich vor diesem Betrug zu schützen?

  • SMS von FinanzOnline oder dem Finanzamt ignorieren, auf diese Art kommuniziert die Behörde nicht mit den Bürgern
  • sollte ein verdächtiger Anruf kommen, auf keinen Fall Zugriff zum Konto gewähren und keine Software installieren, sondern einfach auflegen
  • Ist man dennoch unsicher, kann man den eigenen Bankberater kontaktieren und die Situation schildern. Dieser weiß sofort, ob bzw. dass es sich um eine Betrugsmasche handelt. bestehen tatsächlich Probleme mit dem Konto, lassen sich diese auch ohne gewährten Zugriff lösen.

Hast du schon einmal einen solchen Betrugsanruf bekommen?

Ja, fast täglich.
Ja, hin und wieder.
Nein, noch nie.
Ich weiß es nicht.

Betrugsanrufe häufig auch mit „Privater Nummer“

Immer wieder bekommen Österreicher auch Anrufe von einer „Privaten Nummer“. Häufig ist dann eine englische Stimme zu hören. Auch hierbei handelt es sich um Betrugsanrufe. wie ihr dieser Art der Anrufe ein Ende bereiten könnt und was es damit überhaupt auf sich hat, erfahrt ihr hier: „Private Nummer“: Wie du anonymen Betrugsanrufen ein Ende setzt.

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