Drohnen künftig auch über Österreichs Autobahnen zu sehen
Bei Unfällen werden künftig auf Österreichs Autobahnen von Traffic Managern, die vor allem in den Ballungsräumen unterwegs sind, auch Drohnen eingesetzt. Dadurch erwartet sich die ASFINAG ein "rasches und präzises Lagebild".
Drohnen sind aktuell in aller Munde, zumeist aber in Verbindung mit Flughäfen in Teilen Europas – zuletzt etwa in München. Während sie dort den (Flug-)Verkehr lahmlegten, sollen Drohnen in Österreich künftig dafür sorgen, dass der Verkehr bald wieder fließt. Die ASFINAG setzt vor allem bei Unfällen in und um Ballungsräumen wie Wien, Linz, Salzburg und Graz künftig auch auf Drohnen. Diese würden für ein rasches und präzises Lagebild von der Strecke aus der Luft sorgen
„Drohnenprojekt steht ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit“
„Unser Drohnenprojekt steht ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit. Wir erkennen sofort die exakte Ausdehnung der Unfallstelle, wie viele Fahrstreifen blockiert sind, wo Fahrzeuge zum Stillstand gekommen sind und wie weit der Rückstau bereits reicht“, sagt Heimo Maier-Farkas, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH. Diese Informationen würden daraufhin unmittelbar in die Entscheidungen einfließen, welche Absicherungsmaßnahmen akut zu setzen seien und ob eine Umleitung oder Totalsperre notwendig sei.
Wie die Drohnen auf Österreichs Autobahnen eingesetzt werden sollen
Zuletzt wurden auch zahlreiche Drohnenpiloten ausgebildet, die bei einem schweren Ereignis nach Erledigung der Erstmaßnahmen eine kleine Drohne in höchstens 20 Metern Höhe über der Autobahn steuern. „Mittels Sensorik kann die Drohne den Mitarbeitenden automatisch folgen, die somit quasi beide Hände frei haben“, so die ASFINAG, die auch betont, dass gefilmtes Material nur intern verwendet werde und dem Datenschutz unterliege.
Drohnen sollen auch bei der möglichen Suche nach Menschen und Tieren helfen
Weiters werden Drohnen auch zur Koordination mit Einsatzorganisationen verwendet, um eine gemeinsame Lageübersicht durch die Luftaufnahmen zu ermöglichen. Zudem sollen so auch Gefahrenquellen, die vom Boden aus schwer sichtbar sind, erkannt werden – wie etwa ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten, verlorenes Ladegut, beschädigte Infrastruktur und auch zur möglichen Suche nach Menschen und Tieren.
Drohnenprojekt in der Steiermark zeigt weiter Einsatzmöglichkeiten
In der Autobahnmeisterei Unterwald auf der A2 Südautobahn in der Steiermark läuft derzeit ebenfalls ein Drohnenprojekt. Dabei hat man unter anderem zum Ziel, Einsatzorganisationen bei der Zufahrt zu unterstützen. Ebenfalls eingesetzt werden die Flugobjekte zur Brückenkontrolle, der Abklärung strategischer Zugänge bei der Gehölzpflege im unwegsamen Gelände oder zur Sichtung von Gewässerschutzanlagen nach Starkregen.