Ein letzter Pfiff: Wie Gerhard sich seinen größten Wunsch erfüllte
Gerhard war Schiedsrichter mit Herz und Seele. Jetzt steht er am Ende seines Lebens. Bevor die Krankheit ihn besiegt, durfte er sich noch zwei Herzenswünsche erfüllen: nach Hause kommen und ein letztes Mal auf den Fußballplatz.
Manchmal sind es nicht große Worte, sondern stille Momente, die das Herz berühren. So wie jener Anruf, der vor wenigen Tagen bei den Wunscherfüllern der Organisation einging. Am anderen Ende der Leitung: das Krankenhaus. Es ging um Gerhard, 66 Jahre alt, Schiedsrichter, Fußballfan, ein Mensch mit Leidenschaft und Lebensfreude, und mit einer Krankheit, die ihm nur noch wenig Zeit lässt. Doch Gerhard hatte noch einen Wunsch. Einen ganz einfachen, aber tiefen: einmal noch nach Hause, in seine vertrauten vier Wände, den Ort, an dem sein Leben so viele Spuren hinterlassen hat. Dieser Wunsch wurden ihm jetzt vom Verein Rollende Engel erfüllt.
Eine Fahrt voller Gefühl und Dankbarkeit
Ohne Zögern machten sich die Wunscherfüller Simone, Anja und Florian auf den Weg ins Krankenhaus. Dort trafen sie auf einen Mann, der trotz seiner Krankheit Wärme und Humor ausstrahlte. Gemeinsam machten sie sich mit dem Spezialfahrzeug auf den Weg, Richtung Heimat. Vor Ort stand das nächste Hindernis: zwölf hohe Stufen trennten Gerhard von seiner Wohnung. Doch wo Menschlichkeit zählt, finden sich helfende Hände, in diesem Fall die der Freiwilligen Feuerwehr Wallern, die spontan anpackte und Gerhard sicher nach oben brachte. Drinnen kehrte Ruhe ein. Gerhard sah sich um, atmete tief durch, spürte den vertrauten Geruch seines Zuhauses. Freunde kamen vorbei, es wurde gelacht, gegessen, geweint. Ein Tag voller Leben, mitten im Abschied.
Noch einmal zum Vereinsheim
Doch Gerhards Geschichte endete nicht dort. Während er mit leuchtenden Augen von früher erzählte, verriet er noch einen Wunsch: ein letztes Mal sein geliebtes Vereinsheim in Wels besuchen, den Ort, an dem er als Schiedsrichter unzählige Spiele, Siege und Freundschaften erlebt hatte. Wenig später saß er wieder im Wagen, diesmal auf dem Weg zu jenem Platz, an dem sein Herz immer ein bisschen schneller schlug. Als er ankam, warteten alte Weggefährten, Freunde, Mitspieler. Es wurde gelacht, umarmt, erinnert und man sah in Gerhards Augen, dass dieser Moment alles war, was zählte. Wer den Verein Rollende Engel bei der Realisierung ihrer Projekte unterstützen möchte, hat hier die Möglichkeit zu spenden.