Gratis-Periodenprodukte an Österreichs Schulen und Unis
Österreichs Schulen und Unis erhalten kostenlose Tampons und Binden. Mit der Initiative will dm drogerie markt Periodenarmut bekämpfen und das Tabu rund um Menstruation brechen.
dm drogerie markt startet eine landesweite Initiative gegen Periodenarmut und stellt für das das Schuljahr rund 5,6 Millionen Periodenprodukte an bis zu 500 Bildungseinrichtungen in Österreich zur Verfügung. Ziel sei es, laut dem Unternehmen, Aufklärung, Enttabuisierung und finanzielle Entlastung zu fördern. Wie dm in einer Presseaussendung im Sommer erklärt, werden 4 Millionen Tampons und 1,6 Millionen Binden kostenlos an Schulen und Hochschulen verteilt. Wie mehrere Medien berichten, werden bereits an 15 Fachhochschulen und Unis und auch an 22 Salzburger Schulen kostenlos Binden und Tampons angeboten. Ab Oktober sollen laut den Medienberichten weitere 252 Schulen in Vorarlberg, Tirol, Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland dazukommen.
schnell und unkompliziert
„Es ist für uns bei dm nicht nachvollziehbar, dass in den Toiletten öffentlicher Institutionen oder Unternehmen zwar WC-Papier, Seife und Händetrockner bereitstehen, jedoch keine Periodenprodukte“, erläutert Christian Freischlager, Mitglied der dm-Geschäftsleitung. Auch Salzburgs Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) begrüßt die Initiative: „Niemand kann vorhersagen, wann ein Mädchen zum ersten Mal ihre Periode bekommt. Umso wichtiger ist es, den offenen Dialog zu fördern und diese Themen aktiv anzusprechen.“ Durch die Kooperation sollen Schülerinnen „in Notsituationen schnell und unkompliziert unterstützt“ werden. Die Spender, die dm mitliefert, sind laut dem Unternehmen mit QR-Codes versehen, die zu Informationen rund um Menstruation und Frauengesundheit führen. Diese Inhalte wurden gemeinsam mit einer Salzburger Gynäkologin für das Active Beauty-Magazin aufbereitet.
Finanzielle Entlastung für Frauen
Laut der Drogerie basiert das Projekt auf einem internationalen Menstruationsreport, der gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Spectra erstellt wurde. Befragt wurden über 6.000 Frauen zwischen 16 und 50 Jahren. Das Ergebnis: Rund 60 Prozent empfinden Menstruation nach wie vor als Tabuthema, und 17 Prozent der Frauen in Österreich sehen den Kauf von Periodenprodukten als „massive finanzielle Belastung“. Wie das Gesundheitsministerium in seinem Menstruationsgesundheitsbericht 2024 ergänzt, hätten sogar 20 Prozent der Frauen Schwierigkeiten, sich diese Hygieneartikel zu leisten. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) betonte dazu, dass „in Zeiten der Teuerung eine finanzielle Entlastung bei diesen grundlegenden Artikeln dringlich und notwendig“ sei.