Frau findet Riesen-Spinne: „Komm bitte nicht mehr in unser Haus“
In Parndorf (Burgenland) hat sich kürzlich eine Südrussische Tarantel in ein Haus verirrt, eine Burgenländerin hat die Szenen auf Bildern festgehalten.
„Gott sei Dank bin ich zu Hause gewesen und habe es gesehen“, erklärt die Frau gegenüber 5 Minuten. „Somit nur schnell raus mit ihr, bevor sie mir im Haus entwischt und wir uns eine neue Unterkunft suchen müssen“, verrät die Burgenländerin scherzend ihre Gedanken. Dabei hat sie auch Fotos von dem mehrere Zentimeter großen Tier gemacht. Auf Facebook fügt sie in einem Posting noch hinzu: „Komm bitte nicht mehr in unser Haus.“
Hast du Angst vor Spinnen?
Naturschutzbund beschwichtigt: „Sie ist zwar groß, aber nicht gefährlich“
Getan habe sie der Spinne – es handelt sich um eine Südrussische Tarantel, wie der Naturschutzbund auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt – jedenfalls nichts. Sie hat sie lediglich wieder ins Freie gebracht. Ein Vorgehen, das übrigens auch vom Naturschutzbund immer wieder gefordert wird. „Sie ist zwar groß, aber nicht gefährlich“, beschwichtigt etwa auch Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund im Gespräch mit 5 Minuten. Die Spinne sollte man lediglich vielleicht etwas weiter weg vom eigenen Haus wieder freilassen: „Sie erinnert sich nämlich, wo sie ins Haus reingegangen ist.“ Zudem bittet sie, eine Sichtung auch zu melden.
So kannst du die Südrussische Tarantel melden:
Die Expertin rät dazu, Fotos von möglichst nahe, so scharf wie möglich und aus mehreren Winkeln zu machen, damit die Spinne auch gleich erkannt und die Sichtung vom Naturschutzbund bestätigt werden kann.
Diese Fotos kannst du dann hier hier auf der Website naturbeobachtung.at oder über die App hochladen.
Zehn bestätigte Sichtungen der Südrussischen Tarantel bisher
Bislang wurden zehn bestätigte Sichtungen gemeldet, einige sind noch bei den Experten zur Auswertung. Bisher wurde sie auch nur in den bereits bekannten Gebieten im Burgenland, Niederösterreich und Wien gesichtet, eine „Sensationsmeldung“ wie jene letztes Jahr in der Steiermark hat es bisher noch nicht gegeben. „Ein paar coole Meldungen aus den eigentlichen Lebensräumen zwischen April und Juli hatten wir dafür aber“, so die Naturschutzbund-Expertin. In einem Fall wäre die Spinne auch von Baby-Spinnen überzogen gewesen.
Langsam sucht Südrussische Tarantel Unterschlupf im Warmen
In den nächsten Wochen könnte sich die Spinne hier und da auch in Häusernähe begeben, hat die Hochzeit der Südrussischen Tarantel doch erst mit Anfang/Mitte September bekommen. Je kälter es wird, desto eher sucht sie Unterschlupf im Warmen. Alles dazu hier: Riesen-Spinne kommt in Österreich jetzt aus ihren „Löchern“. In der nachfolgenden Karte könnt ihr sehen, wo die Spinne bisher so gesichtet worden ist.