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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt einen Mann, der sich die Hände vors Gesicht schlägt und Geldscheine im Hintergrund.
In Wahrheit verfolgen die Webseiten nur ein Ziel: Käufer zu täuschen, um höhere Umsätze zu generieren.

Betrugswarnung: So ziehen dir Fake-Testseiten das Geld aus der Tasche

Immer wieder werden gefälschte Testberichte im Internet genutzt, um Verbraucher zu täuschen. Watchlist Internet warnt aktuell wieder vor der Betrugsmasche.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(311 Wörter)

Wer im Internet auf Testberichte stößt, sollte besonders vorsichtig sein. Immer wieder tauchen Websites auf, die den Eindruck erwecken, sie stünden in Verbindung mit der Stiftung Warentest oder einem anderen offiziellen Testinstitut. In Wahrheit verfolgen sie jedoch nur ein Ziel: Käufer zu täuschen, um höhere Umsätze zu generieren.

Irreführende Werbung mit erfundenem Arzt

Besucher solcher Webseiten werden sofort mit einer vermeintlich zeitlich begrenzten Rabattaktion konfrontiert. „Angeblich gibt es nur heute 50 Prozent Preisnachlass auf die angebotenen Hörgeräte. Diese werden auf der Seite als von Ärzten empfohlen dargestellt und mit einem Preis von 119,90 Euro als besonders günstig beworben“, beschreiben die Experten von Watchlist Internet die Betrugsmasche. Mit professionell wirkenden Animationen und Videos versuche die Website, Seriosität zu vermitteln. Doch der Eindruck ist trügerisch: Die gezeigten Personen existieren nicht. „Besonders auffällig ist ein angeblicher HNO-Arzt, der das Produkt entwickelt haben soll. Diesen gibt es nämlich gar nicht. Die Bilder von ihm wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt. Auch die emotionale Geschichte, er habe günstige Hörhilfen entworfen, um verzweifelten Pensionisten zu helfen, ist frei erfunden“, heißt es in der Aussendung.

Gerät günstiger bei Temu, eBay & Co.

Der endgültige Beweis für den Betrug zeigt sich bei einer einfachen Bildersuche: Auf Plattformen wie eBay oder Temu wird das exakt dasselbe Produkt für weniger als 38 Euro angeboten. Dabei handelt es lediglich um einen einfachen Geräuschverstärker. Auf der Fake-Webseite wird der Artikel hingegen mit Rabatt für 119,90 Euro verkauft. „Damit steht fest, dass es sich um ein klassisches Dropshipping-Geschäft handelt. Dabei kaufen Händler Produkte günstig bei Drittanbietern ein, ohne sie selbst zu lagern oder zu versenden. Der Versand erfolgt direkt von einem Lager, das meist in Asien sitzt“, wissen die Experten.

Wie erkennt man unseriöse Online-Shops für medizinische Produkte?

Watchlist Internet gibt folgende Tipps:

  • Künstlich generierte Bilder und Videos: Unnatürliche Gesichter, seltsame Proportionen oder auffällige Hände können auf KI-generierte Inhalte hinweisen.
  • Falsche oder missbrauchte Ärzt:innen: Manche Seiten erfinden Ärzt:innen vollständig, andere verwenden Bilder oder Namen realer Mediziner ohne deren Zustimmung. Eine kurze Online-Suche hilft: Tauchen Name oder Foto nur auf der fragwürdigen Website auf, ist Vorsicht geboten.
  • Unrealistische Rabatte: Aussagen wie „nur heute 50 % günstiger“ sollen künstlich Druck erzeugen.

  • Fehlendes Impressum: In Österreich und Deutschland gilt für Online-Shops Impressumspflicht. Anbieter müssen eine vollständige Anschrift, Kontaktmöglichkeiten und ggf. Firmen- oder Umsatzsteuerdaten angeben. Fehlen diese Angaben, ist das ein deutliches Warnsignal.

  • Gleiche Produkte bei günstigen Händlern: Wird dasselbe Gerät auf Temu, eBay & Co. zu deutlich niedrigeren Preisen angeboten, handelt es sich meist um Dropshipping-Ware.
  • Fehlende Zertifizierungen: Medizinische Produkte sollten eine CE-Kennzeichnung tragen und über nachvollziehbare Herstellerinformationen verfügen.

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