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/ ©Fotomontage: Leser
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen großen Pfandautomaten und viele Flaschen und Dosen in einem Sackerl bzw. im Automaten.
Sieben Minuten hätten rund 100 Flaschen und Dosen bei einem Trommelautomaten gebraucht, erklärt eine 5 Minuten-Leserin.

Pfandrückgabe: Warum Supermärkte nicht auf XXL-Automaten setzen

Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich das neue Einweg-Pfandsystem. Während viele zufrieden sind, stören sich manche etwa an der Rückgabe. Wieso aber stehen Trommelautomaten noch nicht überall? Wir haben nachgefragt.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(573 Wörter)
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Das neue Einweg-Pfandsystem hat zweifellos seine Befürworter, gleichzeitig wünschen sich aber auch einige, dass es nicht existiert. Die Bevölkerung in Österreich ist bei diesem Thema deutlich gespalten. Was die Menschen hierzulande vom 25-Cent-Pfand auf die allermeisten Plastikflaschen und Aludosen halten, könnt ihr unter anderem auch hier nachlesen: Einwegpfand in Österreich: „Kaufe jetzt meine Getränke in Italien“.

„Wenn ich im Stress bin, vergesse ich oft die Flaschen und Dosen“

Nervenaufreibend für viele ist, wie sich zeigt, vor allem etwa das Zurückbringen der bepfandeten Gebinde. „Ich gehe nicht jeden Tag einkaufen, maximal einmal die Woche. Wenn ich dann im Stress bin, vergesse ich oft auch die Pfandflaschen und -dosen, dann vergeht wieder eine Woche. So sammelt es sich eben“, meint eine Leserin gegenüber 5 Minuten. Bei den großen Supermärkten finde sie dann auch nur die Einzelautomaten vor. „Das Sackerl mit den Flaschen und Dosen will man dann gar nicht mitnehmen, weil man erstens alles einzeln reingeben muss und sich zweitens die Leute, die nur mit einer oder zwei Flaschen kommen, hinter dir drüber aufregen, weil du so lange brauchst.“

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt zahlreiche Flaschen und Dosen in einem Sackerl.
©Leserfoto
Eine Leserin berichtet davon, dass sie die Dosen und Flaschen oft einfach vergesse und sich diese dann sammeln würden.

100 Flaschen im Trommelautomaten: „Es ist einfach viel besser“

Theoretisch gäbe es dafür so genannte „Trommelautomaten“, also Pfandautomaten, die mehrere Gebinde gleichzeitig zurücknehmen können. Die Leserin sieht in diesen den Vorteil, dass man eine Flasche nicht teilweise mehrmals wieder reingeben muss, „damit sie genommen wird“. Und: „Ich kann alles auf einmal reinhauen und muss nicht jede Flasche einzeln nehmen.“ Beim Großhändler Metro habe sie rund 100 Flaschen und Dosen in die Trommel geworfen, der Prozess danach hätte etwa sieben Minuten gedauert. „Es ist einfach viel besser“, erklärt sie. Wir haben nun auch bei den großen Supermarkt-Ketten nachgefragt, ob es hier und da schon Trommelautomaten gibt und ob eventuell noch mehr geplant sind.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt zahlreiche Flaschen in einem Trommelautomaten.
©Leserfoto
Trommelautomaten findet die 5 Minuten-Leserin „einfach viel besser“.

Würdest du deine Pfandflaschen und -dosen lieber bei Einzel- oder bei Trommelautomaten zurückgeben?

Einzelautomaten reichen vollkommen
Lieber bei Trommelautomaten
Ist mir egal
Ich vermeide Pfandflaschen wann immer es geht

SPAR: „Trommelautomaten werden nicht so gerne angenommen“

Bei Lidl und Hofer zeigt man sich in einer Reaktion gegenüber 5 Minuten mit den aktuellen Einzelautomaten zufrieden. „Trommelautomaten sind aktuell bei uns nicht geplant“, heißt es dazu etwa seitens Lidl. Größere Mengen an Pfandgebinden könnten bei Hofer lediglich in Form von „ganzen Bierkisten“ zurückgegeben werden, so das Unternehmen. Bei SPAR würde man zwar Trommelautomaten vereinzelt in Interspar-Standorten testen, „interessanterweise werden die jedoch nicht so gerne angenommen“, erklärt Pressesprecherin Nicole Berkmann auf Nachfrage von 5 Minuten. Und weiter: „Die meisten Kunden nützen lieber die anderen Automaten.“ Allerdings würde der Test „noch nicht lange genug“ laufen, weshalb man derzeit auch nicht sagen könne, ob man diese Automaten auch an anderen Standorten aufstellen würde. Berkmann abschließend: „Das ist auch ein Platzproblem.“

REWE: „Es bleibt keine große Zeitdifferenz übrig“

Seitens der Billa-Mutter „REWE“ heißt es, dass man eine bestehende Anlage im Online-Shop-Lager in Inzersdorf habe. Innerhalb einer einzelnen Filiale würden solche Automaten „keinen belegbaren Mehrgewinn“ für Kunden bringen. Intern habe man das auch versucht, der Zählvorgang nimmt allerdings bei Trommelautomaten wie bereits erwähnt auch teils einige Minuten in Anspruch. „In der gleichen Zeit können Personen eine ähnliche durchschnittliche Rückgabemenge in einem regulären Automaten zurückgeben“, erklärt man gegenüber 5 Minuten. „Es bleibt also über die durchschnittliche Rückgabe keine große Zeitdifferenz übrig, die die Anschaffung derzeit wirtschaftlich macht.“ Man würde jedoch eine „ständige Evaluierung“ fahren, um die Rückgabe zu optimieren.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 11.10.2025 um 12:32 Uhr aktualisiert
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