„Der Winter weiß noch überhaupt nicht, wie er werden will“
So mancher "Experte" vermeldet es, die Nachrichten geistern durch die Medien: Droht Österreich, droht Europa ein Rekordwinter? Zwei Meteorologen klären nun auf und eines scheint klar zu sein: Fix ist nix.
Langzeit- und Winterprognosen werden alle Jahre wieder aufgestellt – so auch dieses Jahr. Immer wieder wird dabei etwa von so manchem „Experten“ die These des „eiskalten, des Bibberwinters, des Rekordwinters“ aufgebracht, so „GeoSphere Austria“-Meteorologe Gerhard Hohenwarter auf Instagram. Auch ORF-Meteorologe Marcus Wadsak hat sich zu dieser Thematik auf Facebook gemeldet. Die beiden zeigen nun, was es damit auf sich hat und wieso man noch nicht sagen kann, wie der Winter in Österreich wird.
Wieso wird ein Rekordwinter angekündigt?
Worum aber geht es überhaupt? Wieso wird ein „eiskalter Winter“ und teils sogar ein „Rekordwinter“ angekündigt? Der Grund darin liegt im Wetterphänomen „La Niña“, das zwar auf der Südhalbkugel im weit entfernten Pazifik stattfindet, allerdings auch Auswirkungen auf der Nordhalbkugel hat. Aber: „Man kann nicht eins zu eins sagen, dass das für uns dann einen kalten, schneereichen Winter oder zahlreiche Kaltluftvorstöße bedeutet“, so Hohenwarter.
„Niemand kann derzeit sagen, was der Winter bringt“
Auch Wadsak hakt an diesem Punkt ein: „Liebe Leute, lasst euch sagen: Der Winter weiß noch überhaupt nicht, wie er werden will. Niemand kann derzeit sagen, was der Winter bringt.“ Laut Hohenwarter sei es „ganz sensibel, wo die Kaltluftvorstöße niedergehen“. Das mache einen „Riesen-Unterschied“ für unser Wetter bzw. für unseren Winter. Und: Wo sie niedergehen werden, kann man nicht sagen.
„Es ist noch ein weiter Weg, bis Schnee und Kälte kommen“
Wadsak merkt in seinem Posting auch an, dass durch den Klimawandel extrem kalte Winter seit Jahren schon „sehr unwahrscheinlich“ geworden seien. „Ob es aber eher mild, eher kalt sein wird, viel Schnee oder wenig kommt – das ist alles noch offen und bleibt auch spannend.“ Hohenwarter weiß zumindest, dass „La Niña“-Winter meist auf nicht allzu warme Winter hindeuten würden. Abschließend erklärt er aber auch noch: „Es ist noch ein weiter Weg, bis Schnee und Kälte kommen“ Falls sie denn kommen werden.