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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein Vater mit einem Kind, im Hintergrund leicht verschwommen Geld.
Die wichtigsten Familienleistungen - etwa Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag - werden in den kommenden beiden Jahren nicht an die Inflation angepasst.

Gleich viel und doch „weniger“: Familien verlieren teils hunderte Euro

Einige Leistungen werden im kommenden Jahr nicht an die Inflation angepasst, sie steigen also nicht an. Darunter auch die Familienbeihilfe und der Kinderabsetzbetrag. Zahlen zeigen nun, was das für Familien konkret bedeutet.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(368 Wörter)
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Zwei Jahre lang wird die Familienbeihilfe, wird auch der Kinderabsetzbetrag nicht an die Inflation angepasst, wie die Bundesregierung beschlossen hat. Heißt: Familien bekommen in den kommenden beiden Jahren für ihre Kinder gleich viel wie 2025 ausgezahlt. Das wären etwa 138,40 Euro für Kinder nach der Geburt bis hinauf zu 200,40 Euro für junge Erwachsene ab 19 Jahren. Bis zum vollendeten 24. Lebensjahr kann man das Geld dann beziehen, in Ausnahmefällen kann sich das um ein Jahr verlängern.

So hoch ist die Familienbeihilfe in Österreich 2025:

  • ab Geburt: 138,40 Euro
  • ab drei Jahren: 148 Euro
  • ab zehn Jahren: 171,80 Euro
  • ab 19 Jahren: 200,40 Euro
  • Zuschlag für ein erheblich behindertes Kind: 189,20 Euro pro Monat

Zusätzlich erhöht sich der monatliche Gesamtbetrag durch die Geschwisterstaffelung für jedes Kind, für das man Familienbeihilfe bekommt, folgendermaßen:

  • bei zwei Kindern um 8,60 Euro für jedes Kind
  • bei drei Kindern um 21,10 Euro für jedes Kind
  • bei vier Kindern um 32,10 Euro für jedes Kind
  • bei fünf Kindern um 38,90 Euro für jedes Kind
  • bei sechs Kindern um 43,40 Euro für jedes Kind
  • bei sieben und mehr Kindern um 63,10 Euro für jedes Kind

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Wie viel Familien durch „Nicht-Anpassung“ verlieren

Was aber bedeutet diese Nicht-Anpassung für Familien konkret? Tatsächlich geht es hier um teilweise mehrere hundert Euro, die man im Jahr verliert. Bernhard Angeler, der das online-Tool „rechner.at“ betreibt, hat für 5 Minuten einige Zahlen berechnet. Diese zeigen: Selbst bei der niedrigsten Auszahlung für ein Neugeborenes bis es drei Jahre alt ist, bedeutet dieses fehlende Anheben bei der zugrundeliegenden Inflation von 2,7 Prozent ein „Minus“ von 5,60 Euro im Monat oder 67,20 Euro im Jahr (Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag zusammengerechnet, jeweils ohne Schulstartgeld). In der folgenden Tabelle findet ihr auch die Verluste, die es für die übrigen Altersgruppen bedeutet.

AlterVerlust pro MonatVerlust pro Jahr
bis zwei Jahre5,60 Euro67,20 Euro
drei bis neun Jahre5,90 Euro70,80 Euro
zehn bis 18 Jahre6,50 Euro78 Euro
ab 19 Jahren7,30 Euro87,60 Euro

Beispiele zeigen: Verlustbetrag summiert sich bei mehreren Kindern

Diese Verluste werden jedoch nur dann schlagend, wenn man nicht mehr als ein Kind hat. Bei mehreren Kindern bekommt man einerseits wie beschrieben mehr Geld pro Kind, zusätzlich bekommt man für mehrere Personen die Beihilfe ausgezahlt. Heißt: Der Verlustbetrag summiert sich. Daher sollen hier auch noch zwei Beispiele zeigen, wie viel „weniger“ Geld das für Familien mit mehr als einem Kind bedeuten würde.

Beispiele Familienbeihilfe-„Verlust“:

Beispiel 1

Annahme: zwei Kinder (neun und zehn Jahre alt)

  • „Verlust“ im Monat: 12,80 Euro
  • im Jahr: 160,20 Euro

Beispiel 2

Annahme: vier Kinder (12, 14, 18 und 20 Jahre alt)

  • „Verlust“ im Monat: 30,40 Euro
  • im Jahr: 371,40 Euro

In die Berechnung sind jeweils mit eingeflossen: Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulstartgeld

Nicht-Anpassung der Familienleistungen 2027 steht noch bevor

Und das ist nur jener Verlust, der Familien im kommenden Jahr bevorsteht. Die Anpassung an die Inflation von all den genannten Leistungen ist nämlich auch im Jahr 2027 noch ausgesetzt, das „Minus“ wird sich also noch weiter erhöhen und im Jahr 2027 noch stärker zu Tragen kommen. Übrigens: Individuell berechnen lassen könnt ihr euch eure Familienbeihilfe und auch den Verlust durch die Nicht-Anpassung hier online bei rechner.at.

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