Leichenfund in Tschechien: Kein Hinweis auf Fremdverschulden
Nach dem Fund zweier Leichen in einem Auto im südböhmischen Lipno-Stausee haben Ermittler erste Ergebnisse der Obduktion bekanntgegeben. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen.
Im Fall der beiden Mühlviertler, die vor rund zehn Jahren spurlos in Südböhmen verschwunden waren, gibt es nun eine tragische Wendung. In dieser Woche wurde im Lipno-Stausee bei Dolní Vltavice (Untermoldau) ein Auto mit österreichischem Kennzeichen entdeckt, im Inneren befanden sich zwei männliche Leichen. Die südböhmische Polizei in Budweis bestätigte, dass es sich dabei sehr wahrscheinlich um die beiden seit Jahren vermissten Männer aus Oberösterreich handelt.
Obduktion: Kein Fremdverschulden
Wie die Polizei mitteilte, liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Die Obduktion ergab keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen. Zur endgültigen Identifizierung der Toten wurden DNA-Proben entnommen, die nun von Experten untersucht werden. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an.
Zufallsfund bei Tauchübungen
Das Auto war am Mittwoch bei Tauchübungen des tschechischen Militärs entdeckt worden. Es befand sich rund zwölf Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von zwei Metern – nahe der Fähren-Anlegestelle von Dolní Vltavice. Der aktuell niedrige Pegelstand des Lipno-Stausees dürfte dazu beigetragen haben, dass die Taucher auf das Wrack stießen.
Noch keine offizielle Bestätigung der Identität
Die tschechische Polizei steht in engem Kontakt mit den österreichischen Behörden. Erst die DNA-Analyse soll endgültige Gewissheit bringen, ob es sich tatsächlich um die beiden seit 2014 vermissten Männer handelt.